Jetzt kommt Glyphosat in den USA auf den Index

Foto: Pixaby CC/PublicDomain/hpgruessen

Unkraut-Ex Glyphosat steht schon bald auf dem Index: In US-Bundesstaat Kalifornien kommt der Unkrautvernichter des Chemiekonzerns Monsanto als "krebserregend" Anfang Juli auf eine schwarze Liste. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung aus Amerika.

Pech für den deutschen Agrarchemie-Riesen Bayer. Das Unternehmen aus Leverkusen ist gerade dabei, den US-Konzern zu übernehmen. Laut F.A.Z. sollen dafür "66 Milliarden Dollar" fließen. Da schlägt die Meldung aus dem US-Sonnenstaat an der Westküste ziemlich ins Kontor: "In Kalifornien teilte die zuständige Behörde für Gesundheit und Umwelt am Montag mit, Glyphosat werde ab dem 7. Juli auf die Liste mit Chemikalien gesetzt, die krebserregend sein können", schreibt die Zeitung.

 

Unkraut-Ex nur noch mit Krebswarnung im Handel

 

Kritiker des Chemie-Deals befürchten ohnehin ein dickes Image-Problem, das sich Bayer mit der Übernahme des bisherigen Konkurrenten einhandeln werde. "Monsanto sieht sich wegen Glyphosat immer neuer Klagen ausgesetzt", weiß die F.A.Z.. Auch in Deutschland laufen Umwelt- und Verbraucherschützer seit längerer Zeit Sturm gegen das Pestizid. Monsanto jedoch wehrt sich, will sein Unkrautmittel retten. Der amerikanische Konzern wolle gegen die Entscheidung in Kalifornien vorgehen, schreibt die Zeitung aus Frankfurt. Monsanto nenne das Vorgehen der kalifornischen Behörden gegen Glyphosat „ungerechtfertigt auf der Basis von Wissenschaft und Gesetz“.Bleibt sie bestehen, könnte das Unternehmen gezwungen werden, das Mittel nur noch mit zusätzlichen Warnhinweisen auf der Packung an Kunden abzugeben. Heute spritzen die Glyphosat auf Äcker, Golfplätze oder in Weinbergen.


pit

 

 

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