Mammutprojekt: Eine globale Baumpflanz-Aktion

Foto: Michiel van Balen/flickr (CC BY 2.0)

Weltweit gehen jedes Jahr etwa 13 Millionen Hektar an Wäldern verloren, rechnet die "UN Ernährungs- und -landwirtschaftsorganisation FAO" vor. Anders gesagt: Jede Minute wird eine Fläche groß wie zwei Fußballfelder abgeholzt. Dem will die sogenannte "Bonn Challenge" etwas entgegensetzen und nennt konkrete Aufforstungsziele von 14 Staaten.

 

Immer häufiger müssen in Argentinien oder Brasilien Regenwälder der Rinderzucht oder dem Anbau von Soja weichen. Indonesiens Regenwälder werden für Palmöl-Plantagen oder die Zellstoffproduktion gerodet. Aber auch in Russland oder Kanada werden Wälder zur Papierherstellung abgeholzt. Mit dem Wald schwindet auch die Artenvielfalt und etwa 10 bis 15 Prozent der freigesetzten Treibhausgase entstehen, so das "Bundesumweltministerium", durch die Waldzerstörung des Menschen.

 

Laut einer aktuellen Pressemeldung des „Rats für NACHHALTIGE Entwicklung“ (RNE)" sieht die globale Baumpflanz-Aktion vor, dass die USA und Äthiopien jeweils 15 Millionen Hektar, Guatemala knapp vier Millionen und Uganda drei Millionen Hektar aufforsten wollen. Insgesamt haben 14 Staaten zugesagt, 61,5 Millionen Hektar zerstörten Waldes wieder aufzuforsten.

 

Die größte Renaturierungsinitiative der Welt hatte sich ein Bündnis von Regierungen und Unternehmen schon im Jahr 2011 auf der ersten sogenannten „Bonn Challenge“ vorgenommen, einer von Deutschland und Norwegen initiierten internationalen Waldkonferenz. Auf dem UN-Sonder-Klimagipfel in New York 2014 ist das Ziel nochmals erweitert worden. Bis zum Jahr 2030 sollen mindestens 350 Millionen Hektar mit heimischen Bäumen wieder renaturiert werden.

 

„Die Kosten für die Wiederaufforstung liegen im Schnitt bei mindestens 1.000 Euro pro Hektar“, meint Günter Mitlacher vom "WWF Deutschland". Das Geld dafür aufzubringen, sei die „eigentliche Herausforderung“. Umweltschützer halten das Programm übrigens ohne ein Umdenken in der Holzindustrie für nicht ausreichend, um die Wälder zu retten.

Die komplette Meldung des RNE kann man hier nachlesen: www.nachhaltigkeitsrat.de


hjo

 

Lesen Sie auch:

Mehr Wald: Zeichen setzen gegen den Klimawandel

Google als Hüter der Wälder

Urwaldriesen sind größte CO2-Speicher

 


Der Artikel hat Ihnen gefallen?
Sie können für global° spenden!
Flattr this

Most Wanted

Foto: Pixabay CC/PublicDomain/seaq

Trump Forest: Zeichen gegen Trumps Ignoranz

Großartige Idee: Eine weltweite Baumpflanzaktion soll so viel CO2 aus der Erdatmosphäre binden,...


Foto: change.org

Wir brauchen eine andere Art Landwirtschaft!

Petitionsaufruf von Sarah Wiener und der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH). 1990 gab es noch 1,1...


Screenshot: XYT

Individuelles Elektroauto im Selbstbau

Mobilität neu denken: Ingenieure der französischen Firma XYT wollen ein Do-it-Yourself-Elektroauto...


Neu im global° blog

Filmplakat

Kino-Tipp: DAS SYSTEM MILCH

Auf fast jeder Milchpackung prangt das Bild glücklicher Kühe, doch die Wirklichkeit sieht schon...


Foto: Aman Madan

Der jordanische Rapper Emsallam Hdaib

Emsallam Hdaib verbringt den Großteil seiner Zeit drinnen; mal schlendert er zu seiner Leinwand,...


Foto: The End of Meat /Facebook

Filmtipp: The End of Meat

The End of Meat ist ein Dokumentarfilm über die Vision einer Zukunft, in der Fleischkonsum der...


Folgen Sie uns: