Massenproteste gegen Jagd auf Haie

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Tausende Menschen haben in den australischen Großstädten Melbourne und Perth gegen die Jagd auf Haie demonstriert. Grund dafür ist das Ende letzten Jahres, vom Ministerpräsident des Bundesstaates Western Australia, Colin Barnett, aufgehobene Gesetz zum Schutz bedrohter Haiarten. Haie dürfen seit dem in Küstennähe gejagt werden.

 

Viele Haiarten gelten als besonders gefährdet und sind deshalb laut Washingtoner Artenschutzabkommen als schützenswert eingestuft. Nachdem in den letzten 3 Jahren 7 Menschen von Haien getöten wurden, hat die Regierung des Bundestaates Western Australia reagiert. Waren in den letzten Jahren noch Absperrnetze die Lösung, dürfen und sollen jetzt alle Haie getötet werden, die dem Strand zu nahe kommen.

 

"Wir legen unter anderem Jagdzonen am Strand von Perth und auch im Südwesten fest. Große Haie, die in diese Zonen eindringen, gelten als Gefahr und können gejagt werden," so Colin Barnett in einem Interview.

 

Ob die Jagd eine Lösung des Problems darstellt, bezweifeln Umweltschützer und Hai-Experten stark. Es gibt keine Beweise dafür, dass eine Jagd zu weniger Angriffen führen wird. Außerdem ist die Quote der tödlichen Haiattacken im Durchschnitt noch immer äußerst gering.

Tweet! Tweet! Ich komme!

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Eine modernere Lösung dem Hai-Problem Herr zu werden, haben Forscher entwickelt. Haie senden Tweets sobald sie in der Nähe eines Strands sind. Bislang wurden über 300 Haie gefangen und mit Sendern ausgestattet. Wenn es nach der australischen Regierung geht, sollte jeder Hai, der eine Gefahr für den Menschen darstellt mit einem solchen Sender ausgestattet werden, was bei der Vielzahl an Haien schwierig sein dürfte.

 

Sobald sich ein Hai der Küste nähert, wird ein Signal an die Hauptzentrale gesendet und gleichzeitig auch ein Tweet über “Twitter”. Über den “Surf Life Saving Western Australia’s Twitter Account” können sich Badegäste dann bevor sie ins Wasser gehen in Echtzeit informieren, ob Haie im Umkreis von einem Kilometer lokalisiert worden sind. Diese Informationen können natürlich auch für Radio- und Pressemeldungen oder akute Strandsperrungen genutzt werden.

 

Ob das die Lösung sein wird, bleibt abzuwarten. Wenn aber diese Haie durch ihr Warnsignal keinen Surfer mehr töten und auch selbst nicht getötet werden, ist es auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung.


hjo


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