Mehr Wald auf der erde als bisher vermutet

Foto: Pixabay CC/PublicDomain

Forscher der UNiversity of Adelaide entdeckten jetzt neue Waldflächen auf dem Planeten. Ds Team hat 467 Mio. Hektar bislang unbekannter Wälder gefunden.

Denn die ausgedehnten Trockengebiete dieser Erde sind der Studie zufolge merklich dichter bewaldet als bisher angenommen. Mit dieser Entdeckung steigt die geschätzte globale Waldfläche um zumindest neun Prozent, berichtet das Team in "Science". Diese Wälder in Trockengebieten könnten sich als Chance im Kampf gegen den Klimawandel erweisen.

 

Viel Wald trotz wenig Wasser

 

Gut 40 Prozent des globalen Festlands entfallen auf Trockengebiete, in denen der Niederschlag geringer ist als die Verdunstung. Eben in diesen Regionen gibt es der neuen Analyse zufolge deutlich mehr Waldgebiete als bislang angenommen, nämlich 1,079 Mrd. Hektar. Das sind 40 bis 47 Prozent mehr als bislang angenommen. Derartige, bislang unerkannte Wälder in Trockengebieten gibt es den Forschern zufolge auf allen Kontinenten außer Antarktika. Sie finden sich unter anderem in Schwarzafrika, um das Mittelmeer, in Zentralindien, im Westen Südamerikas oder in küstennahen Teilen Australiens.

 

"Da Trockengebiete mehr Bäume und Wälder erhalten können als zuvor bekannt, haben wir eine einzigartige Chance, den Klimawandel zu bekämpfen, indem wir diese bislang unterschätzten Wälder erhalten", meinen Andrew Lowe und Ben Sparrow, an der Studie beteiligte Forscher der University of Adelaide adelaide.edu.au , auf "The Conversation". Denn Wälder in Trockengebieten helfen Verwüstung zu vermeiden und fungieren als CO2-Speicher. Da Klimamodellen zufolge Trockengebiete bis Ende dieses Jahrhunderts schon die Hälfte der weltweiten Landfläche ausmachen könnten, steigt die potenzielle Bedeutung derartiger Wälder noch.

 

Schützenswerter Schutz

 

Lowe und Sparrow zufolge steigt die Menge an CO2, die weltweit in Wäldern gebunden werden kann, um bis zu 158 Gigatonnen. Das wäre ein Plus von 20 Prozent gegenüber bisherigen Schätzungen. Die Wälder in Trockengebieten sind also ein potenziell gewaltiger Klimaschutzfaktor. Doch zählen Trockengebiete selbst zu den gefährdetsten Ökosystemen der Welt, warnen die australischen Wissenschaftler. Einerseits dürften viele dieser Regionen noch trockener werden, andererseits bedroht sie die Ausbreitung menschlicher Besiedelung. Angesichts ihres großen potenziellen Nutzens werde es entscheidend sein, den Zustand der neuentdeckten Waldgebiete zu überwachen.


red

 

 

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