Naturschutz-Kritik an EU-Agrarplänen

Feldrand Foto: Wikimedia CC3.0/G. Brändle

Pestizide auf ökologischen Vorrangflächen in Europa mit Geld belohnen: Gegen diese Idee aus 23 EU-Ländern laufen jetzt deutsche Naturschutzverbände Sturm. „Pestizide wären auf Ökoflächen erlaubt und werden mit 30 Prozent der Direktzahlungen gefördert“, kommentiert Lutz Ribbe von Euronatur das grüne Deckmäntelchen, „und der Steuerzahler soll das auch noch belohnen.“

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU), die Naturschutzstiftung EuroNatur, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) appellieren an die Bundesregierung, „sich für ein Verbot von Pflanzenschutzmitteln auf „Ökologischen Vorrangflächen“ einzusetzen“. Auslöser der konzertierten Aktion ist ein Brief an die EU-Kommission. Darin fordern 23 EU-Mitglieder wie Frankreich, Polen oder Italien, Pestizide für den Anbau von Eiweißpflanzen auf Ökologischen Vorrangflächen zuzulassen“.

 

„Pestizide gehören nicht auf ökologische Vorrangflächen“

 

Unisono lehnen die Naturschützer dieses Vorhaben ab. Es verwässere, so Nabu-Präsident Olaf Tschimpke, die Idee des so genannten „Greenings“. Alle Verbände wollen ein gegenseitiges Ausspielen der Umweltziele - Eiweiß gegen Artenschutz - nicht zulassen, betonen sie in einer gemeinsamen Pressemeldung: „Natürlich brauchen wir eine schlüssige Eiweißstrategie in Europa. Das heißt, mehr Eiweißpflanzen in der Fruchtfolge auf den 95 Prozent der Ackerflächen. Es ist falsch, per Verordnung die ökologisch sinnvollen Eiweißpflanzen aus der Fruchtfolge herauszunehmen und auf Kleinstflächen im Umfang von allerhöchstens fünf Prozent der Betriebsfläche zu verdrängen.“

Klipp und klar stellt daher BUND-Präsident Hubert <Weiger fest: „Pestizide gehören auf <link http://globalmagazin.com/themen/natur/agrarpolitik-missachtet-leistungen-der-oekosysteme/> ökologischen Vorrangflächen verboten.“

 

 

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