ALDI setzt künftig auf Mehrwegtüten

Foto: ALDI

Endlich: ALDI verzichtet auf Einwegtüten und bietet Kundinnen und Kunden künftig nur noch Mehrwegtüten für deren Winkaufstransport an. Der Protest vieler Umweltschützer zeigt Erfolg.

Als "erster großer Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland" (Originalton ALDI) setzt der Discounter damit konsequent auf weniger Tütenmüll: "Die Entscheidung bedeutet das Aus für alle heute im Kassenbereich erhältlichen gängigen Einwegtüten."

 

"Blauer Engel" für die neue ALDI-Einkaufstüte

 

Die neue Mehrwegtasche finden Kunden ab Oktober 2017 bei ALDI SÜD zunächst in und um München sowie bei ALDI Nord im Raum Berlin. Andere regionen folgen sukzessive.

„Wir gehen ganz bewusst einen Schritt weiter und verzichten nicht nur auf umweltbelastende Plastik-Wegwerftüten, sondern auch auf die vielerorts gängigen Papiervarianten. Diese bieten nämlich aufgrund ihres höheren Energie- und Wasserverbrauchs in der Produktion sowie der geringeren Haltbarkeit nach jetzigem Stand der Technik keine nachhaltige Alternative“, sagt Philipp Skorning, Group Buying Director für Qualitätswesen und Corporate Responsibility bei ALDI SÜD.

ALDI bietet den Kunden künftig "eine neue langlebige Tragetasche". Sie bestehe, so das Unternehmen, aus über 80 Prozent Recycling-Material, werde in Deutschland produziert und trage den „Blauen Engel“.

 

Einwegtüten kosten künftig mehr Geld

 

Damit der Wechsel auf die Mehrwegtüten besser flutscht, hebt der Discounter ab sofort bundesweit den Preis für alle Einwegtüten von 10 und 15 Cent für alle Tüten auf 20 Cent an. "Es ist geplant, die Einnahmen aus dem Verkauf der Einwegtüten vollständig für Umweltprojekte einzusetzen", kündigt das Unternehmen an.

„Mit der Entscheidung gehen wir einen weiteren Schritt Richtung Zukunft in Sachen nachhaltiges Handeln. Denn für ALDI gehört das Wegwerfen von Tüten einfach der Vergangenheit an“, sagt Rayk Mende, Geschäftsführer Corporate Responsibility bei ALDI Nord.


pit

 

 

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