Aus Überschuss Mehrwert schaffen

Screenshot: ResQ

Nachdem die finnische Lebensmittel-Rettungsplattform„ResQ“ bereits in vier Ländern große Erfolge feiern konnte, ist sie nun auch in Hamburg, Berlin und München am Start.

Der nutzerfreundliche Dienst ermöglicht es teilnehmenden Restaurants, Cafés oder Hotels, überschüssige Gerichte – von der Vorspeise bis zum Dessert – zum Mitnehmen anzubieten. Gleichzeitig erhalten qualitätsbewusste Konsumenten die Möglichkeit, zu reduzierten Preisen hochwertige Lebensmittel wie Fisch, Fleisch oder Gemüse zu erwerben.

 

So vermeiden Restaurantrs und Kunden überflüssigen Essensmüll

 

Zusammen helfen beide Seiten einfach und effektiv, die überflüssige Verschwendung von Nahrungsmitteln zu reduzieren.

„Unser Ziel ist es, innerhalb eines Jahres 100.000 Nutzer und mindestens 2.000 Gastronomie-Partner in Deutschland zu akquirieren. So haben wir die Möglichkeit bis zu 15.000 Mahlzeiten pro Woche zu retten“, sagt Anna Yukiko Bickenbach, Business Development ResQ (32). Nach nur neun Monaten auf dem europäischen Markt nutzen bereits 55.000 Kunden in Finnland, Holland, Estland und Schweden den besonderen Service. „Fans der ResQ-App sind typischerweise junge, erwerbstätige Menschen, die mit nur einem Klick etwas Gutes tun wollen. Sie haben Freude am Retten von kostbaren Köstlichkeiten, legen Wert auf ein gutes Zeitmanagement und setzen sich mit dem Thema Nachhaltigkeit aktiv auseinander. Oft handelt es sich dabei um Frauen.“

In Deutschland liegt der Fokus des ambitionierten Start-ups zunächst auf den Großstädten Hamburg, Berlin und München. Aber auch Stuttgart, Düsseldorf, Köln, Leipzig und Dresden sind im Visier. „Im Durchschnitt rechnen wir pro Großstadt mit mindestens 200 Gastro--‐Partnern“, sagt Anna Yukiko Bickenbach. Diese werden es ihren Kunden ermöglichen, spielerisch etwas Gutes für die Umwelt zu tun und somit einen wichtigen Beitrag zur Lösung eines gesellschaftlichen Problems zu leisten. Schließlich gehören Restaurants oder Hotels zur Gruppe der Betriebe, die jedes Jahr insgesamt 1,9 Millionen Tonnen Lebensmittel wegwerfen (Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).

„Unsere Mission ist es, bis 2030 die Lebensmittelverschwendung in Europa der Europäischen Gastro-Industrie zu eliminieren“, sagt Anna Yukiko Bickenbach.

 

Wie funktioniert der Service für den Kunden?

 

Der Nutzer registriert sich online über den Web Browser (www.resq--‐club.com/app) bzw. lädt sich über das iOS- oder Android-Betriebssystem die App herunter. Nach erfolgreicher Anmeldung können dann noch spezielle Informationen wie z.B. Unverträglichkeiten angegeben werden und schon werden die passenden Angebote in der Nähe angezeigt.

Ist die Entscheidung gefallen, müssen die Köstlichkeiten nach Online-Zahlung nur noch im angegebenen Zeitfenster abgeholt werden.

 

Wie funktioniert der Service für die ResQ-Partner?

 

Nach erfolgreicher Registrierung kann der ResQ-Partner sogar stündlich die Anzahl und den Preis der Gerichte sowie die Abholzeit festlegen. Er hat zudem die Möglichkeit, sein Angebot per Klick entsprechenden Kategorien zu zuordnen, um so Allergien oder Lebensmittelunverträglichkeiten der Kunden gerecht zu werden. Zudem hat ResQ mit Bio Futura einen starken Vertriebspartneran seiner Seite. Der Großhändler für nachhaltige Verpackungen stellt die „Beste Reste“ Boxen her, welche von „Restlos Genießen“ und dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zur Verfügung gestellt werden.

 

Mehrwert für alle Beteiligten

 

Vorteile für den Kunden:

 

  • Bewusster und einfacher Konsum mit Preisersparnis
  • Auswahl von qualitativ hochwertigen Lebensmitteln/Gerichten die in der Umgebung verfügbar sind
  • Personalisierung der Essgewohnheiten einfach per Klick (Vorlieben, Allergien o.ä.)
  • Kennenlernen neuer Anbieter
  •  

    Vorteile für die teilnehmenden Gastronomie--‐Partner:

     

  • Massive Reduzierungen von Abfällen und ein positiver Beitrag für die Umwelt
  • Gewinn neuer Kunden und eine zusätzliche Einnahmequelle
  • einfache technische Lösung (keine Extra-Software bzw. Installation nötig)
  • keine Registrierung oder monatlichen Gebühren (Kommissionsbasis)
  •  

    Frederike-Ottilie Raschke


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