Bikesharing 2.0: App findet Mieträder

Foto: Geteasy GmbH

Mit dem Start up Geteasybike gründen drei süditalienische Hochschulabgänger einen etwas anderen Bikesharing Service. In Zusammenarbeit mit Studenten und Lehrkräften des Politechnikum Bari testeten die Gründer vier Monate, ob Bikesharing auch ohne feste Standorte der Drahtesel funktioniert.

Nach Behebung einiger Hindernisse können Nutzer nun via App Fahrräder aufspüren und mieten, welche nicht an einen festen Standort gebunden sind.

 

Mehr Mobilität durch aufheben fester Standorte

 

Bikesharing und Carsharing sind in vielen Städten längst keine Seltenheit mehr und erfreuen immer mehr Nutzer. Meist sind die fahrbaren Untersetzer jedoch an einen festen Standort gebunden und eventuell vom eigenen zu weit entfernt oder zu umständlich zu erreichen.

Das brachte die Mitarbeiter von Geteasybike auf die Idee, einen etwas anderen Bikesharing-Service anzubieten. „Der Vorteil unseres Systems besteht darin, dass die Räder über die ganze Stadt verteilt sind und der Benutzer das ihm räumlich nahegelegen aufspüren kann“, erklärte Firmengründer Francesco Pasculli.

Nach dem Anlegen eines Nutzerprofils erhält dieser regelmäßig Statistiken mit den Gebrauchsdaten und einen Kilometerbonus. Entsprechende Apps gibt es für die Betriebssysteme Android , IOS und Windows Phone. Beim öffnen erscheint ein Stadtplan und die am nächsten gelegenen Abstellorte.

Für das Abketten dient ein aufs Smartphone gesendeter Code, der das mechanische Kettenschloss öffnet. Auch ein via Bluetooth frei zuschaltendes, mit GPS ausgerüstetes System steht zur Verfügung.

 

Testphase mit Hindernissen und trickreiche Lösungen

 

Bevor Geteasybike losradelte, beteiligten sich zunächst insgesamt 250 Studenten und Lehrkräfte mit 50 Fahrrädern an einer viermonatigen Testphase. Während dieser Zeit ging so manchem Drahtesel die Luft aus und einige Räder lösten sich gänzlich in Luft auf. "Von den 50 Fahrrädern wurden zwölf als gestohlen und fünf als beschädigt gemeldet, " so der 32-jährige Marketing-Fachmann.

Um die Räder zu schützen, werden die „Radler auf Zeit“ nun mit Preisnachlässen entlohnt, wenn sie das Bike nach Gebrauch an einem sicheren Standort absperren. Für das Abstellen vor bestimmten Supermärkten gibt es zum Beispiel Einkaufsgutscheine. Fürs anketten an stark besuchten Publikumsflächen, wie das Universitätsgelände, gibt es Bonuszahlungen für die Radfahrer. Abgerechnet wird über die jeweilige Mietdauer.

Zudem kann der Nutzer nach der Tour das Rad fotografieren und eventuelle Schäden gleich an den eigens eingerichteten Reparaturdienst melden.


cdc

 

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