Ökostrom – die alternative Energieerzeugung

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Ökostrom - grüne Energie aus der Steckdose. Klingt toll, ist es meistens auch - doch Vorsicht: Nicht überall wo Ökostrom draufsteht, ist auch grüne Energie drin. Hier ein kurzer Überblick zum Thema.

Die Energiewende ist der zeitliche Übergang von einer nicht-nachhaltigen Nutzung fossiler Energieträger sowie von Kernenergie hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung mit den erneuerbaren Energien. Zu diesen Energieträgern gehören die Bioenergie, Sonnen- und Windenergie, Geothermie sowie die Wasserkraft. Dieser Prozess dauert hier in Deutschland schon viele Jahre lang an. Die Kohle ist auch in der heutigen Zeit, gegen Ende der 2010er-Jahre, mit einem Anteil von 40 Prozent der nach wie vor bedeutendste Energieträger. Regenerative Energien wie die Photovoltaik mit knapp 6, Wasser mit rund 3 und Wind mit reichlich 12 Prozent sind jedoch unaufhaltsam auf dem Vormarsch. In ihrer Gesamtheit haben sie schon heute die Kernenergie mit ihrem Anteil von rund 13 Prozent deutlich überholt. Oder umgekehrt gesagt: die fossilen Energien verlieren zunehmend an Bedeutung. Doch was ist für den Verbraucher wichtig zu wissen auf seiner Suche nach dem richtigen Ökostromanbieter?

 

Ökostrom – erzeugt aus erneuerbaren, umweltfreundlichen Energiequellen

 

Erneuerbare Energien werden aus solchen Energieträgern gewonnen, die sich regenerieren, also nachwachsen oder die als Naturgewalt dauerhaft vorhanden sind wie Erdwärme, Mond, Sonne, Wasser und Wind. Diese Naturenergien sind im Übrigen dauerhaft kostenlos; weder der Wind noch die Sonne kosten Geld. Die Umwelt wird nicht belastet, was bei einer Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern wie Kohle und Öl unvermeidbar ist. Mit der Benutzung beziehungsweise dem Kauf von Ökostrom leistet der einzelne Stromkunde seinen ganz eigenen Beitrag zu Klimaschutz & Umwelt. Bei den Kosten dafür gibt es kaum nennenswerte Unterschiede, wohl aber bei den Tarifen.

 

Zahl der Ökostromanbieter steigt kontinuierlich an

 

Die in den vergangenen Jahren stetig zunehmende Nachfrage nach Ökostrom hat zur Folge, dass die Zahl der Ökostromanbieter deutlich gestiegen ist. Das hat Auswirkung auf den Strompreis, und zwar zugunsten des Stromkunden; der Arbeitspreis je KW/h ist gefallen. Die Ökostromanbieter kaufen Ökostromzertifikate an und nehmen sie in ihr zunehmend breiteres Portfolio auf. Doch für den Verbraucher heißt das keineswegs immer, dass es sich auch tatsächlich um reinen Ökostrom handelt. Ein „Verwässern“ ist zum Beispiel dadurch möglich, dass ein deutscher Anbieter das Zertifikat für echten, in einem ausländischen Wasserkraftwerk erzeugten Naturstrom kauft und anschließend den selbsterzeugten Atom- oder Kohlestrom umdeklariert. Für den Verbraucher ist es wichtig zu erkennen, dass der Stromanbieter selbst in die Ökostromerzeugung investiert; nur das ist ein echter, realer Beitrag zur Energiewende. Das Grüner Strom Label, abgekürzt GLS stellt sicher, dass der Energieversorger physisch sauberen Strom sowohl erzeugt als auch liefert. Zu den Anbietern, auf die diese Kriterien zutreffen, gehören seit einigen Jahren solche Unternehmen wie Greenpeace Energy, LichtBlick oder Ökostrom+.

 

Als Resümee bleibt festzuhalten, dass die Energiewende durchaus gelingen kann. Das Preis-Leistungs-Verhältnis zeigt einen deutlichen Trend, dass Naturstrom schon heutzutage, bestimmt aber in absehbarer Zukunft durchaus mit dem konventionellen, also dem aus fossilen Energien erzeugten Strom mithalten kann. Zurückzuführen ist das auch auf die EEG-Umlage als einen Finanzierungsbestandteil nach dem EEG, dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Zur Förderung der Energiewende wird der konventionelle Strom finanziell belastet, also teurer. Ziel einer grünen Zukunft ist es, langfristig sowohl Atom- als auch Kohlestrom komplett zu ersetzen.

 

Fachleute wie Energieingenieure sind davon überzeugt, dass Windenergie und Solarkraft in naher Zukunft zur vollständigen Deckung des Energiebedarfs ausreichen werden.

 

  • Die Energiewende ist weder Traum noch Utopie, sondern Realität
  • Schon jetzt bieten die Energieversorger konkurrenzfähige Tarife an, um den Strombedarf durch grünen Strom zu decken
  • Bei der Anbieterauswahl heißt es „Aufpassen“; die alternative Energie muss nicht nur angeboten, sondern auch tatsächlich erzeugt und gefördert werden
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    Karsten Richter


    29.11.2017 13:53
    Karsten R.