Erster bio-veganer Hof in Berlin-Brandenburg

Vor den Toren Berlins bauen zwei junge Hauptstädter Walnüsse an. Und sind dabei der erste bio-vegane Hof in der gesamten Region. Mit dem Projekt namens „Hof Windkind“ wollen sie zeigen, dass die Zukunft in einer regionalen, nachhaltigen Landwirtschaft liegt. Zudem fließen für jedes verkaufte Kilogramm 30 Cent in soziale Projekte.

Von den in Deutschland aktiven 276.000 landwirtschaftlichen Betrieben listete der Vegetarierbund vor kurzem ganze einundzwanzig Landwirtinnen und Landwirte auf, die bio-vegan wirtschaften. In der biologischen Landwirtschaft werden enge Stoffkreisläufe angestrebt und auf synthetische Düngemittel, Pestizide und gentechnisch veränderte Organismen wird verzichtet. Im bio-veganen Landbau werden darüber hinaus keine Tiere gehalten und auch keine Produkte aus Tierhaltung oder -schlachtung verwendet (Mist, Gülle, Knochen-, Blut- oder Hornmehl, Haarpellets etc.).

 

Mehr sein als einfach nur "bio"

 

Dazu Silvia Geier, Geschäftsführerin und Gründerin: „Wir wollen mehr sein, als einfach nur bio. Neben der Öko-Zertifizierung haben wir uns dem Naturland-Ökoverband angeschlossen und bewirtschaften unsere Flächen vegan. Wir fördern die Bodenfruchtbarkeit vor allem mit Leguminosen und düngen unsere Felder ausschließlich mit pflanzlichem Material. Mit Gras, Wildkräutern, Laub und Stroh. In Deutschland gibt es nur eine handvoll landwirtschaftlicher Betriebe, die vegan arbeiten. Wir möchten zeigen, dass Landwirtschaft auch anders geht.“

Mit einem Teil der Erlöse unterstützt Hof Windkind das Projekt „Bäume für die Zukunft“ der NaturFreunde im Senegal und Gambia. Es werden mit Hilfe der einheimischen Bevölkerung 900 Obstbäume gepflanzt, wobei den Frauen eine besondere Rolle zukommt, denn sie sind traditionell schon für die Pflege, die Ernte und den Vertrieb des Obstes zuständig. Den Frauen wird in Workshops das dafür notwendige Wissen vermittelt, des weiteren haben sie die Möglichkeit ihr eigenes Wissen und Erfahrungen mit anderen auszutauschen.

 

Idee hinter Windkind: die Welt ein wenig besser machen

 

Dazu David Geier, Mitgründer: „ Die Idee hinter Hof Windkind ist, die Welt ein wenig besser zu machen. Mit einem Produkt – die Walnuss - dass ökologisch und sozial ist. Denn mit jedem verkauften Kilogramm fließt ein fester Betrag in soziale Projekte. Wir unterstützen konkrete Projekte, zudem pflegen wir längerfristige Partnerschaften mit den Akteuren und Organisationen – wobei der kontinuierliche Dialog und Austausch mit den Menschen vor Ort wichtig ist.“

Erhältlich sind die Walnüsse im Online Shop unter www.hof-windkind.com und in der Geschäftsstelle der NaturFreunde Berlin, Paretzer Str.7, 10713 Berlin-Wilmersdorf.

 

Was ist Hof Windkind?

Hof Windkind ist ein 2017 gegründetes landwirtschaftliches Sozialunternehmen und setzt den Fokus auf nachhaltige, bio-vegane Landwirtschaft. Zusätzlich fließen mit jedem verkauften Kilogramm selbst angebauter Bio-Walnüsse 30 Cent in soziale Projekte. Die bewirtschafteten Flächen liegen im Norden Berlins in der Gemeinde Löwenberger Land. In Zukunft sollen auch weitere Obst- und Gemüsesorten angepflanzt werden.


14.12.2017 14:35
Hof Windkind