Deutsche Bank will Geld für Regenwald-Rodung

Foto: Greenpeace

Deutsche Bank unterstützt Regenwald-Rodung: Nach Angaben der Umweltorganisation Rettet den Regenwald hilft das Frankfurter Bankhaus dem „weltgrößten Palmöl-Händler Felda bei dessen Börsengang“. Insgesamt wollen Felda und die Deutsche Bank am Kapitalmarkt rund drei Milliarden US-Dollar sammeln, „die dann dafür verwendet werden sollen, in Indonesien und Afrika Regenwald zu roden und neue Plantagen anzulegen“, schreiben die Waldschützer in einer Pressemeldung.

Seit seiner Gründung habe der Plantagenbetreiber hunderttausende Hektar Regenwald gerodet, betont Rettet den Regenwald. Mit dem frischen Geld solle auch jetzt wieder weltweit Land gekauft, Wald gerodet und Plantagen aufgeforstet werden. „Besonders Indonesien und Afrika stehen im Fokus des Agrar-Ausbeuters“, behauptet Rettet den Regenwald.

Deshalb regt sich Widerstand gegen die Praxis von Felda. Auch die Banker stehen in der Kritik der Umweltschützer. Die neuen Spitzen-Manager der Deutschen Bank, so schreiben die Hüter des Regenwalds, habe „gerade erst bekannt gegeben, in Zukunft nachhaltiger agieren zu wollen als Vorgänger Ackermann“.

Die Vorwürfe, die Rettet den Regenwald erhebt, sind drastisch: So könnten mit Börsenerlös etwa auch Wählerstimmen vor der anstehenden Wahl in Indonesien gekauft und die Partei des amtierenden Präsidenten gestützt werden: „Den Angehörigen des Unternehmens hat der amtierende Präsident Najib Razak jeweils 5000 Dollar aus dem Börsengang versprochen. Die Partei des Präsenten ist personell eng mit FELDA verflochten“, behauptet Rettet den Regenwald.

Die Deutsche Bank bezeichne das Vorgehen des Palmöl-Produzenten als ökologisch und sozial unbedenklich.

 

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