EU-Wirtschaft treibt Flüchtlinge aus der Heimat

Foto: flickr CC/Mr. Kris

Hilfe für Flüchtlinge: Der EU-Abgeordnete Klaus Buchner von der Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) macht die Politik der Europäer für das Leid der Menschen in jenen Regionen, aus denen sie nun massenhaft fliehen, mitverantwortlich: „Auch die Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen zu uns kommen, werden unter anderem durch die Politik der EU zur Flucht gezwungen.“

Deshalb freut sich der in München beheimatete ÖDP-Abgeordnete über die Hilfsbereitschaft vieler Bürger der Bayernmetropole: „Sie legten ein große Menschlichkeit an den Tag, indem sie die Flüchtlinge mit offenen Armen empfangen.“

 

EU-Wirtschaft als Mit-Ursache für die Flüchtlingsströme

 

Foto: ÖDP

Buchner spricht (siehe Video unten) zudem offen an, was viele – auch Politiker - in der aktuellen Debatte um steigende Flüchtlingszahlen oder die rassistisch geprägten Attacken auf ihre Unterkünfte oft verschweigen. „Wir sollten den Menschen auf der Flucht auch deshalb die Hand reichen, weil die westlichen Länder eine Mitschuld an den Kriegsereignissen haben, etwa in Afghanistan oder im Irak.“ Buchner kritisiert auch die Wirtschaftspolitik der Gemeinschaft: „Die Fischereipolitik der EU raubt den Menschen vor Westafrika die Lebensgrundlage, weil die EU-Fangflotte die Meere vor den Küsten leer fischt. Auch die ungerechten Freihandelsabkommen der EU mit etlichen afrikanischen Staaten gehen zu Lasten der Dritten Welt.“ Damit wendet er sich vehement gegen die Stigmatisierung der Flüchtlinge als so genannte „Wirtschaftsflüchtlinge“. Denn auch die Wirtschaftslage in ihren Heimatstaaten hänge eng damit zusammen, wie Europa und die Euro-Unternehmen sich auf dem Weltmarkt verhalten.


pit

 

 

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