Hereinspaziert: Schilder laden zum Spaziergang

Ehrengäste der Veranstaltung vor dem Waldschild Foto: FBG Günzburg-Krumbach

Die FBG Günzburg-Krumbach stellte jetzt offiziell das erste proHolz Bayern Waldschild im Nutzungsrechtewald Scheppach im Beisein des Landrates Hubert Hafner und des Bürgermeisters des Marktes Jettingen-Scheppach Hans Reichhart auf. Mit der Aktion Waldschilder will das Branchenbündnis proHolz Bayern über Waldpflege aufklären und so das Verständnis für Forstwirtschaft bei den Waldbesuchern auch in der Region erhöhen.

 

Schwaben – Fichtenspeckgürtel und Hotspot der bayerischen Forstwirtschaft

 

Traditionell spielt die Forstwirtschaft in Schwaben eine große Rolle. Schwaben besitzt die vorratsreichsten und zuwachsstärksten Wälder in Bayern. Laut der letzten Bundeswaldinventur wachsen pro Hektar und Jahr rund 14 Kubikmeter Holz zu, der Holzvorrat liegt bei durchschnittlich 421 Kubikmeter Holz pro Hektar Waldfläche. Beides ist bayernweiter Spitzenwert. Da in der Region um Augsburg, Nordschwaben und dem Allgäu hauptsächlich die Baumart Fichte wächst, wird sie auch „Fichtenspeckgürtel Europas“ genannt. Die Waldbesitzer sorgen durch ihre Arbeit nicht nur dafür, dass die Wälder fit für den Klimawandel gemacht werden, sie stellen auch den ökologischen Bau-, Werk- und Energiestoff Holz bereit. Die Bereitstellung und die Weiterverarbeitung dieses Rohstoffes schaffen Arbeitsplätze vor allem im ländlichen Raum. So sind in Schwaben rund 32.500 Erwerbstätige in 3.400 Betrieben entlang der Wertschöpfungskette Forst, Holz und Papier beschäftigt (vgl. Clusterstudie Forst, Holz und Papier in Bayern 2015).

 

Waldschilder sollen konfliktfreies Miteinander fördern

 

Um diese Vorteile der Bevölkerung aufzuzeigen, hat das Branchenbündnis der Forst- und Holzwirtschaft proHolz Bayern die Aktion Waldschilder ins Leben gerufen. „Während viele städtisch geprägte Menschen die Bewirtschaftung der Felder und Wiesen positiv sehen, betrachten sie forstliche Erntemaßnahmen und beanspruchte Wege im Wald mit Skepsis. Hier setzen unsere Waldschilder an, die das Wissen direkt am Ort des Geschehens vermitteln“, erklärte die Leiterin von proHolz Bayern, Dr. Ines Heinrich, die Hintergründe der Aktion. „Wir wollen über Sinn und Nutzen nachhaltiger Waldpflege aufklären und so das Verständnis für die Forstwirtschaft bei den Waldbesuchern erhöhen.“ Hierfür hat proHolz Bayern stationäre Hinweistafeln entworfen, die an stärker frequentierten Waldorten wie Wanderparkplätzen oder Weggabelungen aufgestellt werden und den Besuchern kurze, prägnante Informationen geben. Zudem wird der jeweilige Forstwirtschaftliche Zusammenschluss genannt, hier die FBG Günzburg-Krumbach, und so als Ansprechpartner für Fragen rund um die regionale Forst- und Holzwirtschaft bekannter gemacht. Bisher wurden 242 dieser Schilder mit dem einprägsamen Slogan „Wir pflegen. Sie erleben.“ an Bayerns Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse verteilt. Mit 66 Exemplaren stehen die meisten davon in Schwaben.

 

Ines Heinrich


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