Mangostreifen als leckerer Snack-Ersatz

Laura Drösel und Nico Krebs Foto: privat

Unternehmertum als Entwicklungshilfe: Mit dieser Überzeugung, dass Hilfe zur Selbsthilfe der beste Weg aus der Armut ist, wollen Laura Drösel und Nico Krebs aus Füssen den Menschen in Burkina Faso helfen. Der Anbau von und der Handel mit Mangos garantiert ihnen Einkommen. Die Ware vertreiben Laura und Nico mit ihrem Onlineshop Nuss und Frucht in Deutschland.

Jetzt wollen sie über ihre Firma vegan angebaute und von den menschen vor Ort in Afrika verarbeitet Mangostreifen unter dem NAmen VANGO als gesunde Snack-Variante anbieten. Zur Vorfinanzierung des ersten Waren-Containers aus Burkina Faso nach Deutschland starteten sie eine Crowdfunding-Aktion. Über das Projekt sprachen sie mit global°:

 

Was gab den Anstoß für das Projekt?

Laura Drösel und Nico Krebs: Wir gründeten Nuss und Frucht Ende 2015 nach unserem gemeinsamen Auslandssemester in Südamerika. Die dortige noch extremere Verwendung von Zucker und Glutamat und die Denaturalisierung eigentlich gesunder Lebensmittel gab den Anstoß zu >Nuss und Frucht und den VANGOs.

 

Warum Mangostreifen?

 

Laura Drösel Foto. privat

Laura Drösel: Früher hatte ich täglich meine Ration Süßigkeiten gebraucht und auch vertilgt. Nach einigen misslungen Versuchen, davon weg zu kommen, schlug mein Freund mir vor, es doch mit Trockenfrüchten zu versuchen.

Das Problem dabei war, dass eine getrocknete Pflaume nicht einmal ansatzweise gegen ein Gummibärchen ankam. Also suchte ich nach einer Alternative. Nach einiger Zeit der Recherche und einer guten Portion Glück fand ich letztendlich „meine“ Mangos, die dann auch tatsächlich meine Süßigkeitensucht besiegten.

Aufgrund dieser Geschichte und dem genialen Hilfsprojekt, das sich hinter den Vangos verbirgt, bin ich ihnen mit Leib und Seele verschrieben. Für immer!

 

Wo kann ich Eure waren kaufen?

Laura Drösel und Nico Krebs: Unsere Vangos gibt es im Onlineshop. Immer wieder findet man uns auch auf dem Wochenmarkt oder auf Sportevents, wie dem Allgäuman und dem Spartanrace.

 

Wir helfen Kindern in Afrika und Menschen hier bei uns

 

Wen fördert Ihr damit und wie genau?

Laura Drösel: Wir kaufen die Mangos zu einem Preis, der über dem Fairtrade-Standard liegt, vom Dorcas Center in Burkina Faso. Dort wird durch den Verkauf der fruchtigen Streifen die Marktwirtschaft gestärkt und das Unternehmertum gefördert. Im Dorcas Center wird durch Moise und Elisabeth Oubdas Engagement Waisenkindern ein Zuhause gegeben. Alle Kinder, die dort gefördert werden, lernen zuerst lesen und schreiben, Mädchen können eine Schneiderinnenausbildung und Jungs einen handwerklichen Beruf erlernen. Während der Mango Saison helfen alle, die wollen. Sie können dann das verdiente Geld in ihre Familien zu tragen.

Durch die Zusammenarbeit mit den Mosaik Werkstätten für Behinderte in Berlin, die die Mangos abpacken, und den Wertachtal-Werkstätten im Allgäu, die unseren Nussmix rösten und abpacken, bieten wir den Beschäftigten dort eine Arbeit, die Spaß macht und noch dazu schmeckt.

 

Ist das Projekt ein Business oder eine (private?) Hilfsaktion?

 

Nico Krebs Foto: privat

Nico Krebs: Ein Business - unser Ziel ist, jedem in der Wertschöpfungskette eine faire Bezahlung für eine gute Arbeit zu leisten. Dazu gehören hoffentlich irgendwann auch wir - haha.

Ich denke, die Zukunft gehört den Unternehmen, die nach festen Werten und Prinzipien handeln, die es vermeiden, andere auszubeuten oder auf Kosten der Natur Profit zu machen. Die Menschen interessieren sich immer mehr dafür, wo Produkte herkommen und wie sie produziert wurden.

 

Welche Vision verfolgt Ihr damit?

Laura Drösel: Unsere Vision ist es, Gummibärchen, Schokolade & Co. aus den Supermarktregalen und den Kinderhänden zu verbannen und gegen Trockenfrüchte, Nüsse und andere (gesunde) Leckerein auszutauschen.

 

Was habe ich als Investor - außer einem guten Gewissen - davon?

Nico Krebs: Wir suchen keine Investoren. Wir suchen nach Personen, die von uns und dem was wir machen überzeugt sind und deshalb dazu bereit sind, jetzt schon für Mangos zu bezahlen, die sie dann erst im Oktober geliefert bekommen. Also, sucht euch auf Startnext ein Dankeschön aus! Sollte die Kampagne nicht erfolgreich sein, bekommt jeder sein Geld zurück. Ist sie erfolgreich, bekommt ihr super leckere Mangos. Es ist kein Risiko dabei.


pit

 

 

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