Mehr Jobs im Umweltschutz

Foto: Pixabay CC/PublicDomain

Über 2 Millionen Arbeitsplätze im Umweltschutz: Die Zahl stammt zwar von 2012, sie ist jedoch die aktuellste, die das Umweltbundesamt (UBA) jetzt veröffentlichte. Demnach hat die Beschäftigung vor allem im Bereich der umweltschutzorientierten Dienstleistungen „deutlich zugenommen“ und die „steigenden Exporte von Umweltschutzgütern sorgten für höhere Beschäftigungszahlen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Amts.

UBA-Cefin Maria Krautzberger ist mit der Bilanz zufrieden: „Die Zahlen unterstreichen die wichtige Rolle des Umweltschutzes für den deutschen Markt.“ Sie warnt jedoch auch: „Im Bereich der Energiewende brauchen wir einen schnellen Ausbau der Netze, um negative Beschäftigungseffekte im Bereich der erneuerbaren Energien zu vermeiden.“

 

Jeder 20. Beschäftigte arbeitet für den Umweltschutz

 

Jeder 20. Beschäftigte ist in Deutschland für den Umweltschutz tätig: Entweder direkt, wenn im Rahmen der Arbeit Umweltschutzaufgaben wahrgenommen werden, oder indirekt, weil der Arbeitsplatz in vorgelagerten Produktionsbereichen liegt. Die meisten Arbeitsplätze gibt es bei den umweltorientierten Dienstleistungen. Dort arbeiten fast 1,4 Millionen Menschen – im Jahr 2012 ein Anteil von rund 63 Prozent an der gesamten erfassten Umweltschutzbeschäftigung.

Hierzu gehören beispielsweise das Energie- und Gebäudemanagement, die ökologische Landwirtschaft und die Gewässer-Reinhaltung und Abfallbeseitigung. Auch die Beschäftigten in Umweltschutzbehörden, im Handel mit Ökoprodukten oder in der Umweltbildung werden hierzu gezählt.

 

Erneuerbare Energien: Rückgang der Beschäftigten

 

Aktuellere Zahlen hat das UBA für den Markt der erneuerbaren Energien. Sie belegen den Rückgang in der Solarwirtschaft, insbesondere der Photovoltaik. Das Amt schränkt dabei ein: „Dieser ist vor dem Hintergrund des weit über den Ausbaukorridoren liegenden PV-Booms in den Jahren 2009 bis 2012 zu sehen.“

Der Beschäftigungszuwachs in der Windenergiebranche konnte diesen Rückgang nur zum Teil kompensieren, so dass insgesamt die Beschäftigung rund um den Ausbau und die Nutzung der erneuerbaren Energien gesunken ist. Trotz dieses Rückgangs seien, so das amt, mit rund 350.000 Personen im Jahr 2014 immer noch doppelt so viele Menschen bei den erneuerbaren Energien beschäftigt wie zehn Jahre zuvor.

 

UBA: Sanierungsrate von Gebäuden könnte Regierung steigern

 

Zurück ging auch die Zahl der Mitarbeiter in der energetischen Gebäudesanierung. „Diese Entwicklung könnte umgekehrt werden“, schreibt das UBA, „würde die Bundesregierung konsequent ihr Ziel umsetzen, die Sanierungsrate für Gebäude von derzeit jährlich weniger als ein Prozent der Gebäude auf zwei Prozent zu verdoppeln.“


red

 

 

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