Mehr Kaffee durch Klimawandel

Kaffeehaus Sperl in Wien Foto: Wikimedia CC 2.0/A. Stöcker

Klimawandel und Kaffeeernte - haben zwei unterschiedliche Botschaften. Die schlechte: In Äthiopien werden bis zum Ende des Jahrhunderts bis zu 60 Prozent der Anbaufläche für Kaffee verschwinden. Die gute Nachricht vermeldet jedoch eine aktuelle Studie: Reagieren die Bauern und die Behörden des afrikanischen Landes rasch, können sie dennoch ihre Ernten - aus höheren Regionen - sogar vervierfachen.

Der Klimawandel schlägt zu. Die Wälder, in denen die Kaffeebohnen Äthiopiens bis heute reifen, liegen in den Bergen auf durchschnittlich 1.200 bis 2.200 Metern. Das afrikanische Land ist heute der fünftgrößte Produzent des schwarzen Genusstrunks. Bis zu 15 Millionen Äthiopier verdienen mit dem Kaffee ihr Einkommen.

Aber: Durch das sich ändernde Klima wachsen die Früchte dort künftig immer weniger. Die heute noch genutzten Anbauflächen schwinden nach Berechnungen von Meteorologen und Klimaforschern bis 2100 um fast zwei Drittel, berichtet der Wissenschaftsdienst scidev.net.

 

Aufforstung hilft Anbauzonen für Kaffee zu vergrößern

 

Dennoch gibt es Kaffeeproduktion sogar zum Positiven wenden.

In seiner jetzt im Wissenschaftsblatt Nature publizierten Studie rechnet Justin Moat vom britischen Royal Botanic Garden Kew in London vor, dass die Kaffeebauern auf den neuen, höher gelegenen Flächen bis zum Vierfachenn der heutigen Erntemengen einfahren könnten.

Vorausgesetzt: Sie beginnen möglichst rasch, diese Hänge aufzuforsten, damit in einigen Jahren genug Schatten spendende Vegetation wächst in deren Schutz sie dann ihre Kaffeesträucher pflanzen können.


pit

 

 

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