Nachhaltig bauen: Worauf sollte man dabei achten?

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Nachhaltigkeit spielt in unserem alltäglichen Leben eine zunehmende Rolle. Diese Entwicklung hat auch die Wirtschaft erkannt und so gibt es inzwischen nachhaltige Möbel, Energie, Kleidung, Nahrung und vieles mehr.

Aber welche Maßnahmen können explizit beim Hausbau für mehr Umweltschutz und Nachhaltigkeit ergriffen werden?

 

Nachhaltigkeit und Umweltschutz werden immer wichtiger

 

Für viele Bürger wird das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz immer wichtiger. Dies liegt zum einen an der Aufklärung die in diesem Bereich seit Jahren verstärkt betrieben wird sowie der zunehmend verbesserten Möglichkeiten, so dass jeder Bürger in seinem direkten Umfeld diese Ziele für sich selbst umsetzen kann. Auch erneuerbare Energien spielen dabei eine wesentliche Rolle.

Dabei erstreckt sich das Thema nicht nur im alltäglichen Bereich, wenn es um den Kauf nachhaltiger Produkte geht - sei es in Form von Lebensmitteln, Haushaltsgeräten oder Kleidung - sondern auch verstärkt beim Hausbau. In diesem Bereich gibt es zum einen optimierte Gesetze die vorschreiben, dass bei der Energiezufuhr ein Teil der Energie aus regenerativer Energien stammen muss und auf der anderen Seite sind es die Einsparungen, die mit einer nachhaltigen Bauweise einhergehen nicht zu unterschätzen.

 

Nachhaltiger Hausbau: Maßnahmen und Möglichkeiten

 

Beim nachhaltigen Bauen stehen die Reduzierung des Verbrauchs an Ressourcen und Energien im Vordergrund. Um dieses Ziel bestmöglich zu erreichen, müssen viele einzelne Faktoren berücksichtigt werden. Dazu gehören passende Maßnahmen zur Reduzierung des Betriebsmittel- und Energieverbrauchs, Möglichkeiten der Weiternutzung, geringe Transportwege und Transportkosten der benötigten Materialien sowie eine nachhaltige Rückführung dergleichen. Des Weiteren gehört dazu ein flächensparendes Bauen, um Naturräume zu schonen.

Alles in allem handelt es sich dabei somit um eine Kombination aus ökonomischen, ökologischen und sozialen Faktoren. Bei Letzterem handelt es sich beispielsweise um Maßnahmen, die die Gesundheit fördern, indem "gesunde" Baustoffe zum Einsatz kommen und ein effektiver Lärmschutz betrieben wird. Immer beliebter werden daher auch umweltfreundliche Energiesparhäuser, da diese viele Maßnahmen zum nachhaltigen Hausbau perfekt umsetzen. Sie verfügen über eine optimale Isolierung, eine Wärmeenergiegewinnung und sind häufig in der Lage sich selbst mit Strom zu versorgen oder es zu produzieren und es sogar dem öffentlichen Stromnetz zur Verfügung zu stellen.

 

Umweltschutz- und Ressourcenschutz: Nützliche Baustoffe

 

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Beim Hausbau sind die eingesetzten Baustoffe sehr entscheidend, welche häufig zahlreiche Schadstoffe enthalten. Daher sollte besser auf schadstoffarme oder besser schadstofffreie Baustoffe gesetzt werden. Dazu zählen Baustoffe die keine gesundheits- und umweltgefährdenden Schadstoffe enthalten sowie Naturfarben. Wandfarben in Form von Naturfarben enthalten zwar auf den ersten Blick nahezu die gleichen Inhaltsstoffe wie klassische Wandfarbe, der Unterschied besteht hier allerdings darin, dass sie aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden. Erhältlich sind diese sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich. Bei den Baustoffen sind wiederum anorganische Baustoffe wie Betonsteine, Gips- und Kalkputze und Ziegel zu empfehlen. Holz ist grundsätzlich auch zu empfehlen, vorausgesetzt es enthält keine Flammschutz- oder Holzschutzmittel.

Beim Bodenbelag sollten Produkte bevorzugt werden die ohne Lösungsmittel auskommen. Bei Holzböden wird eine offenporige Imprägnierung mit wasserlöslichen Pflanzenölen oder Pflanzenharzen empfohlen. Zusammenfassend gibt es in diesem Segment leider wenige Gütesiegel, die einem diesbezüglich eine allgemeingültige Richtung vorgeben. Eine erste Orientierung geben einem hier die Gütesiegel von NaturePlus, Eurofins oder vom EcoInstitut Köln. Zu beachten gilt außerdem, dass die Handwerker oder Bauherren auch bei der Reinigung der Baustelle im Haus emissionsarme Produkte verwenden und staubarm arbeiten.

 

Das Fazit

 

Wer beim Hausbau Nachhaltigkeit und Umweltschutz in den Vordergrund stellt, kann nicht nur guten Gewissens leben, sondern profitiert auch von den vielen Vorteilen, die damit einhergehen. Dazu zählen unter anderem ein gesundes Raumklima und geringe Energiekosten. Um diese Einstellung zu leben muss aber nicht zwingend ein neues Haus gebaut werden, denn auch im Alltag können kleine Veränderungen im Haushalt zu mehr Nachhaltigkeit führen. Sei es bei der Anschaffung von sparsamen Haushaltsgeräten bis hin zu schadstoffarmen Wandfarben und Stromanbieter mit alternativen Energien.

 

Paul Sandmann


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