Neuer Beleg: Fracking ist Teufelszeug

Foto: Pixabay CC/PublicDomain/Marvelmozhko

Neue Warnhinweise gegen Fracking: Eine neue US-Studie von Wissenschaftlern an der University of Chicago sowie deren Co-Autoren von der Princeton University belegt, dass Babys und Kinder, deren Mütter während ihrer Schwangerschaft nahe von Frackinganlagen leben häufiger zu früh geboren und auch später häufiger krank werden.

Die Wissenschaftler werteten für Ihre Studie Daten über rund 65.000 Kinder aus, deren Mütter jeweils zwischen weniger als einen, weniger als drei und mehr als drei Kilometer von Schürfregionen rund um die Stadt Pittsburgh entfernt wohnen. Dort gibt es 63 aktive Bohrungen, bei denen Erdöl mit Fracking auf der Erde gepumpt wird.

 

Fracking: Babys im Umkreis der Bohrlöcher wiegen 25 Prozent weniger

 

Studienleiter Michael Greenstone von Energy Policy Institute der Universität in Chicago: "Unsere Studie belagt den Zusammenhang zwischen dem Wohnort der Kinder und deren Krankheitsbilder am deutlichsten von allen bislang gemachten Untersuchungen."

Das Ergebnis: Während alle Kinder, die näher als einen Kilometer um eine Bohrstelle leben extrem betroffen sind, lasse sich - so beschreibt Grist-Magazine das Resultat - auch im Umkreis von nur drei Kilometern ein deutlicher Zusammenhang statistisch belegen. Das Geburtsgewicht der Babys war um rund 25 Prozent verringert.

Dieser Magel ziehe sich, so die Wissenschaftler, durch das weitere Leben der Kinder. Sie seien nicht nur häufiger infektanfällig oder litten öfter an Asthma. Ihre schulischen Leistungen waren auch niedriger und als junge Erwachsene fanden sie später nur die schlechter bezahlten Jobs.

Wirtschaftsprofessorin Janet Currie von der Princeton University hebt als Co-Autorin der Studie hervor: "Wenn die Föten schon im Mutterleib unter dem Einfluss der Fracking-Chemikalien leiden, brauchen wir uns nicht zu wundern, dass sich dieses Schicksal später fortsetzt."


pit

 

 

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