Shareconomy allein ist noch nicht nachhaltiger

Flohmarkt Foto: Pixabay CC/PublicDomain/Blandineschillinger

Peer-to-Peer-Sharing mag praktisch sein. Der positive Effekt auf die Umwelt stellt sich vielfach jedoch nicht ein. Das sagt eine aktuelle studie des Heidelberger Instituts für Energie- und Umweltforschung (IFEU).

Um zu einer grünen Ökonomie beizutragen, sollten die Sharing-Angebote auf einen nachhaltigeren substitutiven Konsumstil ausgerichtet sein, empfehlen die Experten laut einer Meldung der Agentur Pressetext. Die Forscher haben untersucht, welche Umwelteffekte die Nutzung von Peer-to-Peer-Sharing-Angeboten im Vergleich zu einer Situation ohne solche Angebote haben kann. Sie berechneten die Ökobilanzen in den Bereichen Bekleidung, Alltagsmobilität und Reiseunterkunft.

 

Sharing: Nicht automatisch ökologisch – aber großes Potenzial

 

"Zwar geben sich manche Anbieter einen grünen Anstrich, doch zeigen unsere Berechnungsergebnisse, dass Sharing keinesfalls automatisch ökologisch sinnvoll ist", verdeutlicht Studienautorin Sabrina Ludmann vom IFEU. "Wenn Sharing den Konsum insgesamt erhöht oder ihn hin zu nachteiligem Konsum wie etwa Flugreisen verschiebt, bleiben die Nachhaltigkeitspotenziale auf der Strecke", ergänzt Ludmann.

Der Studie nach gibt es Potenzial, dass Sharing die Umwelt schont. Das kommt dann zum Tragen, wenn Sharing dazu führt, dass sich die Konsumkultur wandelt - etwa, wenn insgesamt weniger Kleidung neu gekauft oder durch die neuen Möglichkeiten mobil zu sein, eigene Autos abgeschafft oder weniger neue angeschafft werden. Beim Apartment-Sharing gibt es einen Umweltnutzen nur, wenn alltäglich genutzter Wohnraum vermietet und so intensiver genutzt wird und nicht, wenn dafür eigens Ferienwohnungen eingerichtet werden.


red

 

 

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