Drucken und Nachhaltigkeit lassen sich vereinbaren

Foto: Pixabay CC/PublicDomain

Im Sinne der Minimierung des eigenen ökologischen Fußabdrucks wird es vielen Menschen, völlig zu Recht, wichtiger, auf einen möglichst nachhaltigen Lebensstil zu setzen. Doch man kennt das: Im Büro wird eine E-Mail ausgedruckt, zu Hause nutzt man den Drucker vielleicht für eine praktische Wegbeschreibung und so weiter.

Der Drucker ist im Alltag der Menschen schon lange angekommen doch ist der teils sehr hohe Verbrauch von Papier eigentlich umweltfreundlich? Lassen sich das Drucken und eine nachhaltige Lebensführung überhaupt vereinbaren?

 

Papierverbrauch einschränken - Notwendig?

 

Man kann vor dem Ausdrucken einer Datei durchaus über die Alternative nachdenken. Macht es Sinn, die beabsichtigte Datei in Form von Papier in der Hand zu halten? Reicht es aus, die Informationen direkt am Bildschirm zu lesen? Gerade das Drucken von E-Mails erscheint in den Augen vieler wenig sinnvoll. Ein einfaches Weiterleiten an Kollegen oder direktes Beantworten der Nachricht sind Funktionen, die E-Mail-Programme als absolute Notwendigkeit besitzen. Es kann argumentiert werden, dass Informationen in Papierform auch ohne den Verbrauch von Strom gelesen werden können.

Im Büroalltag sieht es jedoch selten so aus, als würde ein Computer für die Zeit des Nichtgebrauchs extra heruntergefahren werden würde. Darüber hinaus wachsen vor allem im Bereich der nachhaltigen Energieversorgung die Angebote stetig. Noch ist es nicht möglich, das Stromnetz komplett mit erneuerbaren Energien zu betreiben, doch ökologisch gesehen sehen die Alternativen zur klassischen Stromgewinnung weitaus positiver aus, als dies früher der Fall gewesen sein mag. So ist auch der aktive Betrieb eines Computers mittlerweile weniger taxierend, sollte man die aktuellen Angebote alternativer Energiegewinnung per Stromanbieter nutzen. Es scheint somit, dass die Notwendigkeit ausgedruckter Informationen geringer geworden ist.

Allerdings gibt es auch spezielle Fälle: Besondere Anträge, die per Post verschickt werden müssen, Bewerbungen, die nur in Papierform angenommen werden - um nur zwei Beispiele zu nennen. Häufig lässt sich daher der Gebrauch des Druckers schlichtweg nicht umgehen. Doch kann man sich die Frage stellen: benötige ich diese Information wirklich in der Form von Papier?

 

Alternativen für eine verbesserte Nachhaltigkeit

 

Ein erster Gedanke, der vielen für einen nachhaltigeren Einsatz von Druckern kommt, ist der Gebrauch von recyceltem Papier. In der Tat stellt der Gebrauch von dieser Art von Papierangebot eine große Verbesserung im Bereich der Nachhaltigkeit dar. Diesen Kreislauf kann man weiter unterstützen, indem nicht mehr benötigte Papiere in den getrennten Papiermüll wandern. Hierbei hat recyceltes Papier jedoch nicht nur Vorteile.

Der große Nachteil besteht in der unperfekten Bleichung des Papiers, wodurch recyceltes Papier einen leicht gräulichen Ton hat. Dieser wirkt sich so gut wie gar nicht auf die Lesbarkeit der dargestellten Informationen aus, hinterlässt jedoch leider in bestimmten Bereichen den Eindruck von Unprofessionalität. Für offizielle Dokumente oder solche, die nach außen präsentiert werden, ist daher der Griff zum weißen Papier leider noch sicherer.

Doch auch weißes Papier kann in seiner Lebensdauer verlängert werden. So können bereits bedruckte Seiten häufig noch gut als Notizpapier verwendet werden oder je nach Anforderung sogar beidseitig bedruckt werden. Auch hier bietet es sich an, die Papiere letzten Endes in den eigenen Papiermüll zu entsorgen.

 

Die Wahl des Druckers

 

Noch bleibt der Drucker vor allem im modernen Büro unverzichtbar. Hier stellt sich noch die Frage, welche Form von Drucker gewählt werden sollte. Idealerweise fällt hierbei die Wahl auf ein Modell, dessen Patronen sich auch wiederverwenden lassen, indem man sie neu befüllt. Auf diese Weise ist dafür gesorgt, dass weniger Müll anfällt und der ökologische Fußabdruck des Büros wird zumindest ein wenig kleiner.

 

 

David Alke


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