Solarexperte fordert Kooperation im Wettbewerb

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Kooperation als Basis des Erfolgs: Eine vom Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) auf der Intersolar in München präsentierte Studie zum Zukunftsmarkt der Sonnenbranche kommt zum Schluss: „Die Branche befindet sich im steigenden globalen Wettbewerb und sollte auf dem weltweiten Markt stärker zusammenarbeiten.“

Laut einer von der Agentur Pressetext verbreiteten Nachricht ist der Wettbewerb im Solarmarkt intensiver als je: „So hat sich die weltweite Kapazität – laut Renewables 2012 Global Status Report - von 9,5 Gigawatt in 2007 auf 40 Gigawatt in 2010 vervierfacht. Die Ausgaben für erneuerbare Energien sollen sich zudem bis 2030 noch verdoppeln. Durch die bis dahin voraussichtlich zu investierende Summe von sieben Billionen US-Dollar wird der Wettbewerb nach Angaben von Bloomberg New Energy Market Outlook noch weiter angefacht.“

„Deutschland ist ein Vorreiter der Technologieentwicklung für die Photovoltaik in Europa und weltweit und untermauert diese Rolle durch 44 Prozent Marktanteil weltweit. Einer der Haupttreiber des Wachstums der deutschen Solarbranche war der festgelegte Strompreis. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, wie Regierungen die Branche unterstützen können“, zitiert Pressetext Marko Delimar, den Direktor des IEEE und Professor für Elektrotechnik und Computing bei der Universität Zagreb.

Delimar: „Es gibt jedoch noch einen gegenteiligen Effekt: Die Photovoltaik-Ausrüster sind keine Marktteilnehmer auf Augenhöhe. Daher müssen sie sich auf den Wettbewerb vorbereiten, der ihnen bevorsteht, sobald sie ihre privilegierte Stellung verlieren.“ Dies könne, so der Experte, schneller als erwartet passieren, da Länder wie Spanien oder Griechenland die Unterstützung der Solarenergie durch die Regierung bereits reduziert oder sogar gestoppt hätten.

In einigen Staaten habe sich der Solarmarkt schnell und effektiv etabliert. In anderen gäbe es noch Nachholbedarf. „Während die Herstellung und der Vertrieb der Technologien auf lokaler Ebene konzentriert sind, muss eine weltweite Zusammenarbeit entstehen, um effektiv auf eine nachhaltige Energieversorgung hinzuarbeiten“, zitiert die Agentur den Fachmann.

 

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