THINK!-Schuhe mit dem "Blauen Engel" prämiert

Foto: Think!

Als erster Schuhhersteller erhielt das österreichische Unternehmen Think! im Herbst den "Blauen Engel" - für die nachhaltigen Prosuktionsprozese der Produkte. Mehrere Modelle aus der Serie "Chilli" bestanden die aufwändige Zertifizierung.

Think!-Schuhe zeichnen sich durch den schnenden Umgang mit den Rohstoffen aus. Der Wasserverbrauch ist geregelt und die abwässer dürfen keine Schadstoffe enthalten. "Das Endprodukt muss haltbar sein", betont Geschäftsführer Walter Breuer in einer Pressemeldung zur Auszeichnung seiner Schuhe. Im Gespräch mit global° spricht er über die Motivation für die Beachtung hoher Standards für die Produkte aus seinem Haus.

 

Der Zertifizierungsprozess zum "Blauen Engel" ist aufwändig: Warum haben Sie die Mühe auf sich genommen und was versprechen Sie sich davon?

Walter Breuer: Die Philosophie von Think! basiert auf 3 Säulen: Individualität, Tragekomfort und Nachhaltigkeit. Aus diesem Grund sind wir ständig bemüht unsere Produkte und unsere Prozesse auf den aktuellsten Stand der Nachhaltigkeit zu bringen. Um mit dem "Blauen Engel" ausgezeichnet zu werden, mussten unser Unternehmen und unsere Produkte ein strenges Prüfverfahren durchlaufen. Für die Vergabe des "Deutschen Umweltzeichens" wird der gesamte Fertigungsprozess betrachtet: Die Rohstoffe für die Schuhe sowie die Herstellungsbedingungen müssen umweltfreundlich, die Enderzeugnisse nachhaltig sein und höchsten Qualitätskriterien entsprechen. Außerdem ist ein schonender Umgang mit Ressourcen notwendig.

Das Endprodukt muss sich durch lange Haltbarkeit und höchste Qualität auszeichnen – und das erfüllen alle Think! Schuhe in höchstem Maße. Die Auszeichnung mit dem "Blauen Engel" garantiert darüber hinaus, dass die Herstellungsbedingungen den sozialen Standards entsprechen...

 

Leder als Rohstoff für Schuhe bietet viele Vorteile

 

Und was haben Ihre Kunden von diesem Aufwand?

Dass wir nun als erster Schuhhersteller überhaupt den "Blauen Engel" erhalten haben, bestätigt unseren Weg. In erster Linie wollen wir modische Schuhe herstellen, die unseren Kundinnen lange Freude bereiten. Darüber hinaus ist uns allerdings bewusst, dass wir mit unserer Umwelt umsichtig umgehen müssen. Für uns und alle nachfolgenden Generationen.

Schon zuvor hatte Think! das Österreichische Umweltzeichen erhalten – ebenfalls als erster Schuhhersteller. Das "Österreichische Umweltzeichen" gilt als eines der strengsten in Europa.

 

Walter Breuer, Geschäftsführer THINK!-Schuhwerk Foto: Think!

Gerbung, Färbung oder schneller Modewechsel: Was halten Sie vom Trend aus Tierschutzgründen vegane Schuhe zu schustern?

Leder ist ein Nebenprodukt der Lebensmittelherstellung. Wir arbeiten mit langjährigen Partnern, vor allem mit kleinen Familienbetrieben aus Italien, zusammen und können auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Tieren und Umwelt vertrauen. Leder als Rohstoff für Schuhe bietet viele Vorteile, die Lederersatzprodukte einfach nicht leisten können. Wie zum Beispiel eine hervorragende Feuchtigkeitsregulierung, Dauerelastizität und Langlebigkeit.

 

Naturstoffe variieren in Beschaffenheit und manchmal Qualität: Wie sichern Sie da die Qualität?

Wir sichern unsere Qualität, indem wir ausschließlich mit langjährigen Partnern - über Jahrzehnte - zusammenarbeiten, die uns höchste Qualität garantieren. Zudem werden die Leder von unserem qualifizierten Personal übernommen und geprüft. Darüber hinaus haben wir eine Qualitätskontrolle die den gesamten Herstellungsprozess überwacht.

Foto: Think!

Sie betonen, dass Sie auch Reparaturen an Schuhen vornehmen - als Marketingargument oder nachhaltige Überzeugung?

Hier denken wir vor allem an unsere Kunden, die Ihre Lieblingsschuhe gerne länger tragen möchten. Selbstverständlich spielt hier auch unsere nachhaltige Überzeugung eine Rolle. Das Obermaterial eines Think!-Schuhs kann kaum kaputt gemacht werden, aber die Sohle ist ein Verschleißteil. Durch die Neubesohlung können wir die Tragedauer und die Langlebigkeit der Schuhe wesentlich erhöhen.

 

Wo und wie positioniert sich Think! im Schnittfeld (berechtigter) wirtschaftlicher Interessen und Nachhaltigkeit?

Wir sehen wirtschaftliche Interessen und Nachhaltigkeit nicht als Gegenpole, sondern sie bedingen sich gegenseitig. Der langfristige Erfolg eines modernen Unternehmens kann nur durch den sparsamen, bewussten und schonenden Umgang mit unseren Ressourcen sichergestellt werden. Für Think! ist Nachhaltigkeit einer der drei Grundpfeiler der Markenphilosophie und damit ein Garant für den wirtschaftlichen Erfolg.

Think! ist ein Wirtschaftsunternehmen und bei uns wird Nachhaltigkeit in seinen drei Dimensionen gelebt: ökonomisch, ökologisch und sozio-kulturell. Dabei ist ein verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen unseres Planeten eines unserer Prinzipien. Deshalb verwenden wir ausschließlich natürlich nachwachsende Rohstoffe bei Think!. So ist der Großteil unserer Leder pflanzlich gegerbt, unsere Naturledereinlagen haben eine Dämpfungsschicht aus Kork und unsere Sohlen sind überwiegend aus Latex, Holz oder Leder. Alle Schmuckteile sind aus Bestandteilen und Materialien, die in der Natur vorkommen. Die verwendeten Metallteile sind nickelfrei.


pit

 

 

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