Tote Felder: Die USA vertrocknen

Foto: Wikipedia/Stefan Kühne

Die Lebensmittelpreise steigen. Während wir Europäer uns über den wechselhaften, überwiegend kühlen bis regnerischen Sommer beklagen, verdorrt die USA unter einer nicht enden wollenden Hitzewelle. Seit mehreren Monaten schon hat es im Mittleren Westen nicht mehr richtig geregnet. Die Korn Kammer der USA liefert ein hoffnungsloses Bild: vertrocknete Maisfelder, tote Sojapflanzen und Seen von denen kaum mehr als eine Schlammpfütze bleibt. Millionen von Rindern werden zu Schleuderpreisen versteigert. Es sind die Notverkäufe verzweifelter Bauern, deren verödete Weiden das Vieh nicht mehr ernähren können. Viele stehen am Rande ihrer Existenz.

Trotzdem sehen Experten den Höhepunkt der Krise noch lange nicht gekommen. So katastrophal die Situation ist, momentan ist sie noch lokal begrenzt. Doch ihre Auswirkungen werden es nicht sein, denn die USA sind der größte Mais-Exporteur weltweit. Die durch die Dürre zerstörten Ernten werden zu einer globalen Preissteigerung führen. Neben dem Mais- und Sojapreisen wird auch der Getreidepreis steigen. Während Fleisch aufgrund des kurzfristigen Überangebotes erst einmal billiger werden könnte, wird für Milchprodukte bis Jahresende eine 25 Prozentige Preissteigerung prognostiziert. Düstere Aussichten, vor allem für die ärmeren Regionen der Erde. Besonders in Afrika und Süd-Amerika sind viele Länder direkt von den Mais und Getreide Exporten der USA abhängig. Dort könnte die momentane Dürre in spätestens einem halben Jahr zu ernsthaften Versorgungsproblemen und einem dramatischen Anstieg von Hunger und Elend führen.

 

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