Trump auf Holzweg: Umweltschutz nützt Wirtschaft

Foto: Pixabay CC/PublicDomain/Robert z. Zieman

Umweltschutz hilft! Strengere Umweltauflagen reduzieren bei weiterer Urbanisierung die Luftverschmutzung, ohne sich negativ auf den Wohlstand und ei wirtschaftsleistung (BIP) auszuwirken.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Carnegie Mellon University (CMU). "Das hat tiefgreifende Implikationen für die aktuelle politische Debatte, die Umweltziele und wirtschaftliche Ziele als unvereinbar hinstellt", meint Studienautor Nicholas Muller, Professor an der CMU Tepper School of Business in einer Meldung der Presseagentur Pressetext

.

Umweltschutz schadet nicht

 

US-Präsident Donald Trump hat also nicht recht: Erist aus dem Pariser Klimaabkommen ausgestiegen, da er um die amerikanische Wirtschaft fürchtet. Doch eben diese dürfte der CMU-Studie zufolge mit etwas Umweltschutz sehr gut klarkommen, ohne gleich an Leistung zu verlieren. Die Forscher haben abgeschätzt, wie sich Auflagen gegen Luftverschmutzung bei zunehmender Verstädterung auf die Wirtschaftsleistung auswirken. "Wir haben festgestellt, dass das Verhältnis von Urbanisierung (Bevölkerung) und Wirtschaftsleistung (BIP) nicht von der Umweltpolitik beeinflusst wird", so Muller.

Sein Team hat für die Analyse die jährlichen Daten der US-Umweltschutzbehörde EPA zur Einhaltung der National Ambient Air Quality Standards (NAAQS) gegen Luftverschmutzung in einzelnen Landkreisen genutzt. Diese wurden mit Daten zur Umweltbelastung, Wirtschaftsleistung und Bevölkerung verglichen. "Wenn ein Landkreis NAAQS nicht einhält, bekommt er striktere Auflagen", erklärt Mit-Autor Akshaya Jha. In betroffenen Landkreisen sind daraufhin verschmutzungsbedingte Schäden durch gesundheitliche Beeinträchtigungen gesunken. Das Wirtschaftswachstum dagegen blieb, laut Pressetext ungebremst.

 

Kluge Umweltpolitik hilft

 

"Durchdachte, aktiv durchgesetzte Umweltpolitik und wirtschaftliches Wachstum schließen sich gegenseitig nicht aus", betont Muller deshalb. "Wir haben Belege gefunden, dass Umweltpolitik die Pro-Kopf-Emissionen in amerikanischen Städten signifikant reduziert, ohne das Pro-Kopf-BIP zu beeinträchtigen." Die Studienergebnisse legen also nahe, dass kluge Umweltpolitik Verschmutzung und ihre Folgen senken kann, ohne der Wirtschaft zu schaden.

Fatit: Angesichts der in den kommenden Jahren fortschreitenden Urbanisierung, wäre Amerika und der Welt damit wohl mehr geholfen als mit dem derzeitigen präsidialen Poltern.


red

 

 

Lesen Sie auch:

 

US-Armee investiert in mobile Solarkraftwerke

USA: Im brennender Müllkippe lagert radioaktiver Abfall

Obama: USA sollen Vorbild als Klimaretter sein

 

 


Der Artikel hat Ihnen gefallen?
Sie können für global° spenden!
Flattr this

Most Wanted

Foto: Pixabay CC/PublicDomain/seaq

Trump Forest: Zeichen gegen Trumps Ignoranz

Großartige Idee: Eine weltweite Baumpflanzaktion soll so viel CO2 aus der Erdatmosphäre binden,...


Foto: change.org

Wir brauchen eine andere Art Landwirtschaft!

Petitionsaufruf von Sarah Wiener und der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH). 1990 gab es noch 1,1...


Screenshot: XYT

Individuelles Elektroauto im Selbstbau

Mobilität neu denken: Ingenieure der französischen Firma XYT wollen ein Do-it-Yourself-Elektroauto...


Neu im global° blog

Filmplakat

Kino-Tipp: DAS SYSTEM MILCH

Auf fast jeder Milchpackung prangt das Bild glücklicher Kühe, doch die Wirklichkeit sieht schon...


Foto: Aman Madan

Der jordanische Rapper Emsallam Hdaib

Emsallam Hdaib verbringt den Großteil seiner Zeit drinnen; mal schlendert er zu seiner Leinwand,...


Foto: The End of Meat /Facebook

Filmtipp: The End of Meat

The End of Meat ist ein Dokumentarfilm über die Vision einer Zukunft, in der Fleischkonsum der...


Folgen Sie uns: