Verbraucher wollen nachhaltigere Verpackungen

Foto: Pixabay CC/PublicDomain/Jackmac

Verpackungen Haben bei den Verbrauchern in Deutschland kein gutes Image: Immerhin ein knappes Viertel (23 Prozent) wäre bereit, mehr Geld für ein Produkt mit nachhaltiger Verpackung auszugeben.

Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine Umfrage des Beratungsunternehmens PWC Deutrschland.

Hintergrund ist die Suche nach Wegen und Möglichkeiten, die ausufernde Verpackungsflut endlich einzudäämmen. Auslöser für immer mehr Plastik oder Karton im Müll ist der "boomende Onlinehandel und der Trend zu immer kleineren Verpackungen und vorportionierten Produkten"- so sagen es jedenfalls die PWC-Demoskopen.

 

Mehr Geld für nachhaltige Verpackung lehnen viele ab

 

"Fast jeder Dritte würde auf ein Produkt verzichten, weil es zu viel oder nicht nachhaltig verpackt ist", ziehen sie den Schluss aus ihrer aktuellen Befragung. Drei Viertel der Supermarktkunden achteten beim Einkauf darauf, das ergab ihre Umfrage, Produkte mit so wenig Verpackung wie möglich zu kaufen.

Die Aussagen beruhen auf Interviews mit 1.000 repräsentativ ausgesuchten Studienteilnehmern, berichtet PWC in einer Pressemeldung zur Erhebung: Neun von zehn Verbraucher würden nachhaltige Verpackungen vor allem dann nutzen, wenn sie nicht mehr kosten.

Aus ökobilanzieller Sicht ist es günstig, Verpackungen länger im Kreislauf zu behalten. Das Prinzip der Mehrwegverpackungen ist bei den Deutschen auch durchaus beliebt: Neun von zehn Verbrauchern begrüßen die Möglichkeit, Verpackungen mehrmals zu nutzen. Rund zwei Drittel geben an, dass sie bereits bevorzugt Produkte in Mehrwegverpackungen kaufen, etwa bei Getränken oder Joghurts.

Allerdings gibt es auch kritische Stimmen: Vier von zehn Konsumenten beklagen, dass sie oftmals Probleme haben zu erkennen, ob sie eine Einweg- oder Mehrwegverpackung in den Händen halten. „Hier sind Hersteller und Händler am Zug, ihre Produkte eindeutig zu kennzeichnen. Für den Käufer muss auf den ersten Blick ersichtlich sein, ob es sich um eine Einweg- oder Mehrwegverpackung handelt“, so Hendrik Fink, Leiter Sustainability Services bei PwC.

Eindeutig fiel das Votum aus, wenn die Verbraucher nach den Verantwortlichen für die Verpackungsmüllflut gefragt werden: Als Hauptverantwortliche nennen sie die Hersteller (45 Prozent), gefolgt vom Handel (22 Prozent) und dem Gesetzgeber (18 Prozent).


pit

 

 

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