Alte Autoreifen im Kampf gegen Sandy?

Foto: flickr/kakela

Ein Röhrensystem aus alten Autoreifen soll die Entstehung von Hurrikanen verhindern. Warme Meeresoberflächen fördern die Entstehung von Hurrikanen. Die Schläuche sollen zur Abkühlung des Wassers beitragen.

 

Stephen Salter , Wissenschaftler an der Universität Edinburgh und weltweiter Pionier der Wellenforschung und Meeresenergie, entwickelte die Idee nach den verheerenden Auswirkungen von „Katrina“ 2005. Unterstützt wird das Projekt von „Intellectual Ventures“ , einer Firma, die unter der Leitung von Nathan Myhrvold in die Weiterentwicklung von neuen Technologien investiert. Größter Geldgeber ist Microsoft-Milliardär Bill Gates. Gemeinsam wurde jetzt das Patent für den „Salter-Sink“ angemeldet.

 

Warmes Wasser in den „Salter-Senken“

 

Hurrikane entstehen erst bei einer Meeresoberflächentemperatur von 26,5 °C. Das warme Wasser an der Meeresoberfläche soll durch vertikal verlaufende Röhren aus Autoreifen in tiefere Schichten transportiert werden. Durch Wellenbewegungen wird es, ohne die Notwendigkeit von zusätzlicher Energie, über die Röhren nach unten in kühlere Lagen gedrückt. Die Meeresoberfläche kühlt ab. Ein Zurückfließen des warmen Wassers wird durch Rückstauklappen in den Schläuchen verhindert.

 

Die sogenannte „Salter-Senken“ sollen im „Hurricane Alley“ positioniert werden. Das ist ein warmer Abschnitt des Atlantiks, der sich von der Westküste des nördlichen Afrikas bis zur Ostküste von Mittelamerika und von der Golfküste bis zum Süden der Vereinigten Staaten zieht.

Hier stieg die Temperatur in den letzten Jahren erheblich an und trug vermutlich zur Anhäufung von Wirbelstürmen bei. Die in Abständen von je drei Kilometern angebrachten Röhren sollen die Anzahl und auch die Stärke der Wirbelstürme verringern. Der Hurrikan Sandy und seine Folgen sollen dadurch entschärft werden.

 

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