Kalifornien: Wird Meeresanstieg katastrophal?

Foto: Joe Parks/Wikimedia (CC BY 2.0)

Laut einem staatlich beauftragten Bericht über den Klimawandel, könnte der Meeresspiegel im Bereich der „Bay Area“ um San Franzisco bis 2100 um etwa 3,4 feet ( etwa 1m) ansteigen. Die Wissenschaftler, die die Studie erstellt haben, sehen die Wahrscheinlichkeit bei 67 Prozent. Stärkere Aktivitäten im Bezug auf Verringerung der Treibhausgase würden den Anstieg auf etwa 2,4 feet (etwa 73cm) reduzieren, so die Studie.

 

Der Umfang des möglichen Anstiegs ist weitgehend im Einklang mit früheren Schätzungen. Ein Worst-Case-Szenario sagt, dass der Meeresspiegel bis zum Ende des Jahrhunderts etwa 3 Meter steigen könnte, was unzählige Häuser, Straßen, Häfen und sogar Flughäfen entlang der Küste überschwemmen würde.

 

„Wir haben gelernt, dass das Potenzial für einen höheren Meeresspiegel größer ist als wir dachten“, zitiert sfgate.com Gary Griggs, Professor für Geowissenschaften an der University of California Santa Cruz und einer von sieben Klimaexperten, die den Bericht verfasst haben.

 

Das 71-seitige Dokument wurde von der California Natural Resources Agency und des California Ocean Protection Council in Zusammenarbeit mit dem Büro des Gouverneurs in Auftrag gegeben. Der Bericht, eine Aktualisierung der Analyse von 2013, legt das zu erwartende Ozeanniveau bis 2150 für eine Anzahl von Standorten und Szenarien fest, die je nach Menge der Treibhausgasemissionen weltweit, entsprechend variiert.

 

2016 haben fast 200 Nationen das Klimaabkommen zur Eindämmung der Treibhausgase in Paris unterzeichnet. Das Emissionsziel, den Temperaturanstieg auf max. 2°C zu beschränken, ist jedoch nicht bindend und viele Wissenschaftler gehen davon aus, dass Präsident Trumps Ausführungsverordnung zur Aufhebung der von der Obama Verwaltung erlassenen Grenzwerte für Kohle-Kraftwerk verhindert, dass die USA ihre Paris-Ziele erreichen wird. Da die Eisschmelze einen erheblichen Anteil am Anstieg des Meeresspiegels hat, zeigen die Forscher in ihrer Studie, dass Grönland genug Eis hat, um den globalen Meeresspiegel um 24 feet (etwa 7,5m) zu erhöhen, während die Antarktis die Ozeane sogar um 187 feet (etwa 57m) anheben kann. Das Eis der Gletscher dagegen reicht „nur“ noch zu einem Anstieg von etwa 1,5 feet (etwa 45cm).

 

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