Neuartiges Sprühpflaster kann bei Parkinson helfen

Das neuartige Wirkstoffpflaster wird per Pumpspray aufgetragen und bildet einen reißfesten, flexiblen und unsichtbaren Film

Parkinson-Patienten stehen bislang Therapiemöglichkeiten zur Verfügung, die kaum effizient sind und diverse Nebenwirkungen mit sich bringen. Das Berliner Unternehmen epinamics hat mit Liqui-Patch® das weltweit erste Wirkstoff-Sprühpflaster entwickelt, das den Wirkungsgrad im Vergleich zur konventionellen Wirkstoffpflastern um bis zum Fünffachen erhöht und gleichzeitig die Umweltbelastung senkt . In neun Ländern sowie in Europa und den Vereinigten Staaten ist die Technologie bereits patentiert.

Eine hautverträgliche, bequeme und unsichtbare Alternative zu klassischen Wirkstoffpflastern bieten zu können – das ist die Mission des Berliner Unternehmens epinamics. Die bisherige Behandlung mit einem klassischen Wirkstoffpflaster führte oft zu schmerzhaften Hautreaktionen und eingeschränkter Bewegungsfreiheit.

 

Wirkstoffpflaster versorgen den Träger, anders als normale Wundpflaster, über die Haut mit Arzneistoffen. Verwendung finden diese beispielsweise in der Schmerz- oder Hormontherapie sowie in der Behandlung der Parkinson’schen Erkrankung.

 

Zukunft der Behandlung von Parkinson: Schonend und einfach

 

Mit Liqui-Patch® gibt es nun eine Alternative, die viele der klassischen Nebenwirkungen vermeidet. Das transparente Liqui-Patch® soll ganz einfach auf die Haut gesprüht werden, innerhalb von 90 Sekunden bildet sich ein stabiler, reißfester und flexibler Film, aus dem der jeweilige Wirkstoff freigesetzt wird. Die Anwendung ist einfach und hautschonend. Außerdem wird der Patient nicht in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt, da das Liqui-Patch® fast unsichtbar und somit absolut alltagstauglich ist.

 

Über einen Pumpspray-Applikator kann eine genaue Dosierung der benötigten Wirkstoffmenge erzielt werden. Dies ermöglicht den effizienten Einsatz von Wirkstoffen in nahezu allen Krankheitsgebieten. Einerseits erhöht sich Wirkungsgrad daher verglichen mit herkömmlichen Lösungen bis um das Fünffache und andererseits sorgt die damit verbundene Ressourcenschonung für eine deutlich geringere Umweltbelastung. Zunächst konzentriert sich epinamics – ein Kofferwort aus “Epidermis” und “Dynamics” – auf die Krankheitsgebiete Parkinson und Vitamin D3-Mangel.

 

“Der Liqui-Patch® ist über zahlreiche Applikationen und Wirkstoffklassen einsetzbar und eignet sich sogar zur Selbstmedikation”, äußert sich Prof. Dr. Wolfgang Kehr, Geschäftsführer, über die richtungsweisende Technologie. Damit kann die therapeutische Versorgung individuell an Patientenbedürfnisse und Krankheitsbilder angepasst werden.

 

Liqui-Patch® im Crowdinvesting

 

Die Gründer haben bisher mehr als eine Million Euro aus Eigenmitteln in das Unternehmen investiert. Zur Umsetzung bereits ausgereifter klinischer Studienprogramme mit zwei Liqui-Patch® -Produkten führt epinamics momentan eine Finanzierungsrunde auf der Bio-Tech-Crowdinvesting-Plattform aescuvest durch. Private Anleger können sich hier mit Summen ab 250 Euro beteiligen und von der Unternehmensentwicklung profitieren.

 


13.07.2017 15:29
Karsten Lützow

karstenluetzow@web.de