Erfolg: Immer weniger Mütter sterben im Kindbett

Foto: Lindsay Grier

Hoffnungsschimmer: Laut Weltgesundheitsbehörde WHO halbierte sich die Müttersterblichkeit bei der Geburt ihrer Kinder in den zurückliegenden 20 Jahren um fast die Hälfte. Dennoch habe sich die Situation in vielen Entwicklungsländern kaum gebessert. Das sagte Elizabeth Mason, Direktorin für Gesundheit der Mütter, Neugeborene, Kinder und Jugendliche bei der WHO in einem Interview mit der Agentur Pressetext.

“Building a Future for Women and Children” – der jetzt vorgelegte WHO-Bericht über den Stand auf dem Weg zu den UNO-Entwicklungszielen umfasst 220 Seiten. Ziel Nummer vier fordert die Verringerung der Müttersterblichkeit um drei Viertel, Nummer fünf und der Kindersterblichkeit um zwei Drittel, jeweils in den 75 am wenigsten entwickelten Ländern. "Für jedes Land wurden nun Zwischenergebnisse ermittelt, um zu zeigen, welche Strategien bisher erfolgreich waren", erklärt Mason.

Gut unterwegs seien laut Prressetext etwa Äquatorialguinea, Nepal und Vietnam, wo die Müttersterblichkeit bereits um über 75 Prozent gedrosselt wurde. In 25 Ländern stagniere die Situation jedoch weiterhin.

Ähnlich haben zwar 23 Länder die Säuglings- und Kindersterblichkeit um zwei Drittel reduziert, 13 jedoch noch gar keine Besserungen erzielt. Statt zwölf Millionen gäbt es nur noch 7,6 Millionen Todesfälle pro Jahr bei Kindern unter fünf Jahren.

Einige der Hürden sind struktureller Natur, zitiert Pressetext den WHO-Bericht: 40 der 75 Entwicklungsländer widmen weniger als ein Zehntel ihrer Budgets für das Gesundheitssystem, und sogar in 53 Ländern fehle es eklatant an Gesundheitsbediensteten. Wegweiser seien Ghana, Malawi, Laos und Tansania, die mit neuen Strategien qualifizierte Fachkräfte anheuerten. Daneben gelte es, Geldmittel richtig einzusetzen: 40 Milliarden US-Dollar - zwei Drittel davon von den Entwicklungsländern selbst - hat die WHO in der 2010 gestarteten Global Strategy for Women's and Children's Health auf die Beine gestellt.

 

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