Hoffnung für Fukushima: Filter reinigt Verstrahlung

US-Forscher der Rice-Universityin Texas fanden einen Weg, wie sie in Wasser gelöstes Strontium und Cäsium nahezu vollständig herausfiltern können - günstig und mit einem einfachen Verfahren.

Die Wissenschaftler arbeiteten gemeinsam mit Kollegen der russischen Kazan University an ihrem Projekt, Radioaktivität fast gänzlich aus dem Wasser zu extrahieren.

 

Mit dem Verfahren lassen sich radioaktive Elemente einfangen

 

Laut den Forschern kommt bei dem Verfahren der neue oxidativ modifizierte Kohlenstoff OMC zum Einsatz, der nicht teuer in der Herstellung und zudem sehr effektiv darin ist. Der oxidierte Kohlenstoff kann, so berichtet die Agentur Pressetext über die Forschungsarbeiten, "radioaktive Elemente wie Cäsium und Strontium zu absorbieren". Mit OMC lassen sich sehr einfach auch die radioaktiven Elemente, die bei der Extraktion von Öl entstehen - wie Uranium oder Radium - einfangen, so Studienautor James Tour laut der Agentur.

Während andere Materialien, die zur Säuberung des radioaktiven Abfalls verwendet werden, mit diesem gleichzeitig zu lagern sind, habe OMC einen großen Vorteil: "Der Kohlenstoff, der die Elemente eingefangen hat, kann in einer nuklearen Verbrennungsanlage verbrannt werden, wobei nur eine sehr kleine Menge radioaktiver Asche zurückbleibt, die viel leichter zu lagern ist", zitiert die Agentur James Tour.

 

Ein Durchgang reicht, um Radioaktivität zu mildern

 

"Das Durchlaufen von kontaminiertem Wasser durch OMC-Filter extrahiert die radioaktiven Elemente und erlaubt dadurch eine sichere Entladung in den Ozean", verdeutlicht Tour. Das könnte auch ein wichtiger Meilenstein sein, um die Reinigung des kontaminierten Wassers in Fukushima voranzutreiben. In Tests mit rund 1,4 Liter kontaminiertem Wasser, welches die Forscher durch ihre OMC-Filter fließen ließen, konnten diese fast 93 Prozent Cäsium und 92 Prozent Strontium entfernen - und das bei einem einzigen Durchlauf.


red

 

 

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