Plastikmüll im Meer verschlimmert Klimawandel

Foto: Pixabay CC/PublicDomain_pixel Anarchy

Die Verschmutzung der Weltmeere mit Plastikabfällen verschärft den Klimawandel: Das fanden jetzt Wissenschaftler heraus, die mehrere Studien der vergangenen Jahre auswerteten.

Im Wasser treibende Mikroplastikteile immitieren Plankton, das Laternenfischen als Grundnahrung verspeisen. Die Fische aber deponieren damit normalerweise bis zu 35 Prozent des in den Ozeanen gebundenen Kohlendioxids mit ihren Ausscheidungen nach dem Verspeisen von Plankton am Meeresgrund.

Wie wichtig die Aufgabe der winzigen Fische bei der Speicherung des von Menschen in die Atmosphäre der Erde geblasene Kohlendioxids (CO2) sind, beschreibt E - The Environmental Magzine. Laternenfische (aka myctophids) leben Tief unter dem Meeresspiegel im dunklen Ozean, wo ihnen ihre Fähigkeit zur Luminiszenz ihren Namen einbrachte. Nachts steigen sie mit dem Plankton, das ihre Hauptnahrung ist, in höhere Wasserschichten auf.

 

Fische und Menschen werden durch Plastik im Meer krank

 

Ihre schiere Vielzahl macht diese Fische so bedeutend für ein intaktes Ökosystem auf dem Planeten. Laternenfische bilden mit Ihren vielen Unterarten etwa 90 Prozent der gesamten Lebendmasse aller Tiefseebewohner. Mit dem Plankton verspeisen sie daher den Großteil des im Meer gespeicherten CO2. Sie scheiden den Klimakiller Kohlendioxid, wenn sie während der Nacht wieder in der Tiefe der Ozeane sinken, dort in ihren Exkrementen gebunden aus und deponieren ihn sicher am Meeresgrund.

 

Laternenfisch Foto: Wikimedia cc 3.0

Diesen Vorgang stören jedoch die Abermillionen im Wasser treibender Kunststoffpartikel. Die Fische verwechseln sie - weil sie in Größe und Farbe Plankton ähneln - mit den kleinen im Wassertreibenden Organismen und futtern laut Scripps Institute of Oceanography inzwischen Zig-Tonnen dieser Miniplastikteile jährlich allein im Nordatlanik. Das schmälert die Fracht, die die Fische normalerweise zum Meeresboden befördern - stattdessen werden die Tiere durch den fälschlicherweise gefressenen Kunststoff krank. DAs Plstik blockiert ihrre Mägen, viele verhungern und sterben. Sie fallen damit vorzeitig für den CO2-Transport zum Meeresgrund aus.

Für die Menschen hat der Vorgang zusätzlich fatale Folgen. Die Abbauprodukte des Kunststoffs in den Fischmägen immitieren nicht selten Hormone. Da Menschen die Fische fangen und ebenfalls verspeisen, bringen auch die Abbauprodukte des Kunststoffs über unsere Nahrung damit langfristig den menschlichen Hormonhaushalt ins Ungleichgewicht. Die Folge sind Krankheiten bis zu Krebs oder Unfruchtbarkeit.


pit

 

 

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