Reizend: Mann im Mond hat Feinstaubproblem

Foto: ap/Chr. Schneider

Der Mond-Mann hat ein Feinstaubproblem: Die feinen Partikel vom Erdtrabanten sind aggressiver als ihr Pendant auf der heimischen Erde. Das vermutet „ein internationales Team aus Physiologen, Pharmakologen, Radiologen und Toxikologen“, schreibt die Agentur Pressetext. Grundlage für die These sind Erfahrungen der Apollo-Astronauten. Die berichteten von Problemen mit der Haut, den Augen und in den Atemwegen.

Die Forscher untersuchten Mondstaub. Er enthält winzige Partikel. Die dringen ähnlich wie Asbest oder Vulkanasche über die Atmung in den Körper der Menschen ein, nachdem sie auf der Hülle der Schutzanzüge in die Landekapseln der Raumfahrer eingeschleppt worden sind. „Der Mond selbst ist nicht giftig, doch der Mondstaub ist eines der Probleme, die man in künftigen Mondmissionen besonders untersuchen möchte“, erklärt Wolfgang Baumjohann. Er ist Direktor des Instituts für Weltraumforschung der österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Anders als Erdstaub seien die Partikel vom Mond durch die UV- und Teilchenstrahlung elektrisch geladen. Zudem beschleunige die geringere Schwerkraft den Transport in die Lunge.

Weil die Teilchen weniger Erosionen auf dem Mond ausgesetzt waren als auf der Erde, sind sie zudem viel scharfkantiger als Erdstaub. Deshalb reizt Mondstaub beim Kontakt die menschliche Haut mechanisch. Lawrence A. Taylor vom Institut für planetare Geowissenschaften der University of Tennessee erzählt von der Erfahrungen der ersten NASA-Mondbesucher: „Der Staub ist so aggressiv, dass bei Stiefeln drei Schichten von Kevlar-ähnlichem Material verschlissen wurden.“

Deshalb sind vor allem die Augen gefährdet. Der scharfkantige Staub reizt extrem.

 

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