Selbstfahrende Autos erzeugen mehr Staus

Screenshot: Volvo

Der Fortschritt schafft Probleme: Wenn Autos bald auch ohne Fahrer über Straßen kurven und dabei dennoch ihr Ziel finden, wird das den Verkehr um „mindestens 11 Prozent anschwellen“ lassen! Das berechneten jetzt Wissenschaftler und Demoskopen am Transportation Research Institute der University of Michigan. Ihre Studie prophezeit gar ein „Stau-Desaster“.

Noch sind alles erst „Gedankenspiele“, betonen die Forscher. Die Ergebnisse verschiedener annahmen variierten dabei stark – je nach angenommenem Model der Besitzverhältnisse dieser selbstfahrenden Autos der nahen Zukunft: die große Frage dabei wird sein, ob sie eher privaten Eigentümern gehören oder künftig stärker Gemeinschaftsbesitz sein werden – etwa Taxi-oder Carsharing-Modelle.

 

Fahrerlose Autos steigern Verkehrsaufkommen um mindestens 11 Prozent

 

Mark Hollenbeck von der Washington University etwa skizziert den worst case, in dem das Auto einer Familie aus der Vorstadt nicht mehr nur eine einzige Tour pro Tag vom Haus zum Büro absolviert. Es wäre den ganzen Tag quer durch die Stadt unterwegs, da jetzt allerlei Fahrten auch zum Transport der Kinder ohne weiteres möglich sind. Für Hollenbeck wären damit die Zeiten passé, in denen Autos oft die meiste Zeit auf Parkplätzen stehen und warten bis die Fahrer wieder einsteigen.

Michael Sivak und Brandon Schoettle untersuchten an der University of Michigan die Motive momentaner Nicht-Autofahrer, um abzuschätzen, wie viele von ihnen ein Fahrzeug nutzen würden, wenn sie es nicht selbst lenken müssten. Ihr Fazit: Die errechneten 11 Prozent Mehrfahrten sind vermutlich eher das Minimum als das Maximum des zu erwartenden Verkehrsanstiegs.


pit

 

 

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