10 Jahre Reaktorunfall Fukushima

10 Jahre Reaktorunfall Fukushima

Uranium Film Festival 2021 ist dem Reaktorunfall von Fukushima gewidmet

Fukushima nicht vergessen lassen – 10 Jahre Reaktorkatastrophe von Fukushima. 2021 markiert 10 Jahre seit dem großen Erdbeben in Ostjapan am 11. März 2011 und der anschließenden Atomkatastrophe im TEPCO-Kernkraftwerk Fukushima Daiichi.

2011 fand auch das erste Internationale Uranium Film Festival (IUFF) statt, das sich den Risiken der Kernenergie vom Uranabbau bis zum Reaktorunfall verschrieben hat. In diesem Jahr ist das Uranium Film Festival der Reaktorkatastrophe von Fukushima und seinen anhaltenden Folgen gewidmet.

GAU als Auslöser für den Atomausstieg

Zum 10. Jahrestag der Atomreaktorkatastrophe von Fukushima zeigt das Internationale Uranium Film Festival gemeinsam mit der Kinemathek des Museums für Moderne Kunst von Rio de Janeiro (MAM Rio) zwei prämierte Dokumentarfilme über Fukushima online.

Ausgewählt wurden der poetische Kurzfilm „FUKUSHIMA NO DAIMYO“ des italienischen Fotografen und Filmemachers Alessandro Tesei sowie die WDR-Dokumentation des in Deutschland weit bekannten Wissenschaftsjournalisten Ranga Yogeshwar „RANGA
YOGESHWAR IN FUKUSHIMA – JAPANS KAMPF GEGEN DIE RADIOAKTIVITÄT
“.

Fukushima No Daimyo, Italien, 2014, Regie: Alessandro Tesei, Dokumentarfilm, 20 Minuten, Japanisch mit Untertiteln in Portugiesisch oder Englisch

Fast zwei Jahre nach dem Unfall in Fukushima erklärt Masami Yoshizawa, ein Viehzüchter, der sich weigerte, die verbotene Zone zu verlassen, was seine Mission in dem Leben geworden ist, das er verlassen hat. Sein Land ist für immer kontaminiert. Er bleibt jedoch auf seiner Farm und arbeitet daran, die tragischen Folgen der radioaktiven Exposition weltweit bekannt zu machen. Seine Rede ist das Zentrum dieses poetischen Kurzfilms, der während der zweiten Reise des italienischen Filmemachers Alessandro Tesei nach Japan mit dem Fotografen Pierpaolo Mittica und dem Forscher Michele Marcolin gedreht wurde. Sie wollten die Veränderungen verstehen, die in der verbotenen Zone stattfanden.

Ranga Yogeshwar in Fukushima

Ranga Yogeshwar in Fukushima – Japans Kampf gegen die Radioaktivität – Deutschland, 2014, Regie: Reinhart  Brüning, Ranga Yogeshwar, Thomas Hallet, Wolfgang Lemme, Produktion WDR, Dokumentarfilm,  43 min. Englicsh mit portugiesischen Untertiteln / oder in der Originalfassung in Deutsch.

Der Wissenschafts-TV-Journalist Ranga Yogeshwar hat umfassenden Zugang zu Japans ramponiertem Kraftwerk Fukushima erhalten. Der spektakuläre Bericht gibt einen bedrückenden und beeindruckenden Einblick in die aktuelle Situation vor Ort im Fukushima-Reaktor. Der Bericht zeigt auch den Alltag der Menschen, die noch in der Sperrzone leben. Ranga Yogeshwar respektiert die Bemühungen der Japaner, die Atomkatastrophe einzudämmen. Fukushima und die gesamte japanische Gesellschaft werden niemals mehr so sein, wie sie vor dem Unfall waren. Auszeichnung: Besondere Anerkennung des Internationalen Uranfilmfestivals 2015

Radioaktiver Sahara-Staub zurück nach Frankreich

Beide Filme stehen ab dem 11. März für sieben Tage online – kostenlos! Die Filme können vom 11. bis 18. März online angesehen werden. Link: https://vimeo.com/channels/cinematecadomam

Nach dem Screening kann sich das Publikum mit dem Fukushima-Experten Professor Dr. Alphonse Kelecom vom Labor für Radiobiologie und Radiometrie des Instituts für Biologie der Universidade Federal Fluminense in Rio de Janeiro unterhalten. Seit März 2011 besuchte Kelecom mehrmals Fukushima. Natürlich sind auch nicht portugiesische Sprecher eingeladen. Prof. Alphonse Kelecom spricht auch Portugiesisch, Englisch und Französisch. Moderatorin ist Márcia Gomes de Oliveira, Direktorin des Internationalen Uranfilmfestivals, die 2015 auf Einladung der Peace Boat Foundation Fukushima besuchte.

„Unser Fukushima-Event im März ist quasi der Probelauf für unser Internationales Uranium Film Festival, das in diesem Jahr vom 20. bis 30. Mai wegen der andauernden Corona-Restriktionen erstmals online stattfinden wird“, erläutert Festivaldirektor Norbert G.
Suchanek. „Aus Anlass des Inkrafttreten des UN-Vertrags über das Verbot von Kernwaffen (TPNW) am 22. Januar diesen Jahres ist neben Fukushima auch die Geschichte der Atombomben und ihr Einsatz ein Schwerpunkt des Festivals in diesem Jahr.“

Alle Infos auch auf https://uraniumfilmfestival.org/

hjo

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.