130.000 Euro für Selbsthilfeprojekte

130.000 Euro für Selbsthilfeprojekte
Screenshot: Hand in Hand-Fonds/Rapunzel

130.000 Euro für Selbsthilfeprojekte

Insgesamt 27 Projekte fördert der Hand in Hand-Fonds im Frühjahr 2020. Die Gründer des Fonds, Rapunzel Naturkost und Deutsche Umwelthilfe (DUH), unterstützen damit die ökologische und soziale Entwicklung in Afrika, Lateinamerika sowie Asien. In Kürze werden mehr als 130.000 Euro an gemeinnützige Initiativen oder Nichtregierungsorganisationen ausbezahlt.

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Logo: Hand in Hand-Fonds

Den Löwenanteil des Hand in Hand-Fonds bringt Rapunzel ein. Ergänzt wird er durch zweckgebundene Spenden an die DUH oder Sonderaktionen der beiden Partner. „Im Jahr 2020 sammeln wir in unserer Sonderaktion Spenden zugunsten einer Ökolandbau-Kooperative auf den Philippinen. Diese Gemeinschaft auf der Insel Leyte haben Menschen mit Behinderung gegründet. Dank langjähriger Begleitung durch den deutschen Verein Life-Giving Forest erwerben die Kooperativenmitglieder fundierte Kenntnisse in der Agroforstwirtschaft. Die naturnahe Bewirtschaftung kommt auch dem Regenwald zugute“, sagt Gila Kriegisch, Verantwortliche für den Hand in Hand-Fonds bei Rapunzel.

Zum Aufbau einer Hühnerzucht und Schulungen in der Tierhaltung steuert der Fonds 5.000 Euro bei.

Das indigene Volk der Cabécar, das an entlegenen Orten im tropischen Wald Costa Ricas lebt, ist Zielgruppe eines Projekts von Love for Life e.V. Der Verein begleitet dort hundert Großfamilien in mehreren Gemeinden beim Aufbau von Solaranlagen. „Das Prinzip ‚Hilfe zur Selbsthilfe‘ kommt hierbei vorbildlich zum Tragen. Love for Life legt großen Wert darauf, Projektziele mit den Begünstigten gemeinsam zu erarbeiten und den Menschen politische und ökologische Zusammenhänge zu vermitteln. Dieses Konzept setzt die NGO seit mehreren Jahren an verschiedenen Standorten erfolgreich um. Die Solaranlagen sind hierbei ein Baustein“, erläutert Michael Hadamczik, der das Team des Hand in Hand-Fonds bei der DUH leitet.

An dieses Projekt gehen Fördermittel in Höhe von 5.000 Euro.

Mit dem Problem der Bodenversalzung im Gemüseanbau will sich Weltweit e.V. in Mosambik befassen. Auf Anbauflächen mit geringen Niederschlägen ist dies ein bekanntes Phänomen der Bodendegradation: Mineraldünger reichern sich unter ariden Klimabedingungen im Boden an und schaden den Kulturen. In Zusammenarbeit mit Bauern und Agrarberatern will Weltweit e.V. mobile Messtechniken erproben und konkrete Empfehlungen für den biologischen Gemüsebau entwickeln.

Hierfür stellt der Hand in Hand-Fonds 4.000 Euro bereit.

Partner an Projektstandorten von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen

Viele Partner in Asien sind an ihren Projektstandorten von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. Aufgrund eines Lock Down in manchen Ländern verzögern sich laufende Aktivitäten, etwa Schulungen für Kleinunternehmertum oder Workshops für Bäuerinnen und Bauern. Manche Projektpartner, die auf dem afrikanischen Kontinent aktiv sind, berichten über fehlendes Wasser, schwierige hygienische Verhältnisse und schlechte Aufklärung der Bevölkerung über COVID-19-Infektionswege und Vorbeugemaßnahmen. Sollten Projektplanungen inhaltlich oder zeitlich angepasst werden müssen, wird der Hand In Hand-Fonds unbürokratisch darauf reagieren.

Erfreulicherweise schildern andere Aktive vor Ort aber auch, dass gerade in der Krisenzeit Hand in Hand-Fonds-Projekte aus früheren Jahren stabile Strukturen geschaffen haben, auf die sich die Menschen nun stützen können. Das betrifft landwirtschaftliche Kooperativen, die eine lokale Selbstversorgung ermöglichen, sowie Infrastrukturprojekte auf Modellfarmen, in Bildungseinrichtungen, Gesundheitsstationen und Krankenhäusern.

Für das Jahr 2020 stehen noch weitere Fördergelder zur Verfügung. Gemeinnützige Organisationen und Initiativen können sich bis zum 31. August für eine Projektförderung bewerben.

duh

Kontakt:

Gila Kriegisch, Teamleiterin Marketing, Rapunzel Naturkost
+49 8330 529-1133, gila.kriegisch@rapunzel.de
Michael Hadamczik, Teamleiter Hand in Hand-Fonds, Deutsche Umwelthilfe
+ 49 7732 99 95 53, hadamczik@duh.de

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