155 Millionen lebten 2020 in akuter Ernährungsunsicherheit

155 Millionen lebten 2020 in akuter Ernährungsunsicherheit
Foto: Pixabay CC0

155 Millionen lebten 2020 in akuter Ernährungsunsicherheit

Mindestens 155 Millionen Menschen waren 2020 aufgrund von Konflikten, extremen Wetterereignissen und wirtschaftlichen Schocks, die teilweise mit COVID-19 zusammenhängen, akuter Ernährungsunsicherheit ausgesetzt, heißt es in einem Bericht der Vereinten Nationen.  

Laut dem Global Network Against Food Crises ( GNAFC ) hungerten im vergangenen Jahr 20 Millionen Menschen mehr als noch 2019. Weiterhin „überproportional betroffen“ seien vor allem die afrikanischen Länder.

„Konflikt und Hunger verstärken sich gegenseitig. Wir müssen gemeinsam gegen Hunger und Konflikte vorgehen, um beides zu lösen. Wir müssen alles tun, um diesen Teufelskreis zu beenden. Die Bekämpfung des Hungers ist eine Grundlage für Stabilität und Frieden “, schrieb UN-Generalsekretär António Guterres in dem Bericht.

Das GNAFC-Netzwerk, zu dem auch das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen ( WFP ) gehört, stützte seine Einschätzungen auf die IPC-Skala (Integrated Food Security Phase Classification) für akute Ernährungsunsicherheit. Daraus geht hervor, dass Burkina Faso, Südsudan und Jemen die am stärksten betroffenen Länder waren. In diesen Ländern befanden sich rund 133.000 Menschen am IPC5 – dem höchsten Bedarfsniveau – und benötigten sofortige Maßnahmen, um „den weitverbreiteten Tod und den Zusammenbruch der Lebensgrundlagen abzuwenden“, heißt es in dem Bericht des Netzwerks. Mindestens weitere 28 Millionen Menschen waren in 38 Ländern und Territorien „einen Schritt vom Hunger entfernt“ – IPC4 -, wo dringende Maßnahmen Leben und Lebensgrundlagen retteten und die Ausbreitung der Hungersnot verhinderten. 

Auch außerhalb Afrikas gehörten Länder wie Jemen, Afghanistan, Syrien und Haiti im vergangenen Jahr zu den zehn schlimmsten Nahrungsmittelkrisen. Die Autoren des Berichts – die Vereinten Nationen, die Europäische Union sowie Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen – stellten außerdem fest, dass 39 Länder und Gebiete in den letzten fünf Jahren eine Lebensmittelkrise erlebt hatten. In den betroffenen Ländern seien allein mehr als 75 Millionen Kinder unter fünf Jahren betroffen gewesen. Neben Konflikten als Haupttreiber von Nahrungsmittelkrisen, werden in 2021 COVID-19 und die damit verbundene Eindämmungsmaßnahmen sowie Wetterextreme die akute Ernährungsunsicherheit in fragilen Volkswirtschaften weiter verschärfen.  (Quelle: UN-News)

hjo

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