Alpendämmerung – Europa ohne Gletscher

Die Alpengletscher sind nicht mehr zu retten, wann der letzte Gletscher verschwunden ist, scheint nur noch eine Frage der Zeit. Der Schweizer Glaziologe Matthias Huss nennt seine Klettertouren "Sterbebegleitung".

Screenshot: Video

Der Film von Thomas Aders und Wolfgang Wanner zeigt die heute schon sichtbaren Folgen der Erderwärmung. Dies sind nicht nur die Gletscherschmelze, auch der Permafrost schmilzt und verwandelt die bislang zusammengebackenen Hänge in rutschende Geröllhalden. Der immer häufiger auftretende Starkregen unterstützt die Abbruchtendenzen massiv. Die Folge: Erdrutsche und Bergstürze wie im Schweizerischen Bondo oder im österreichischen Valsertal.

Was bedeutet das für die Bewohner? In der Schweiz müssen bereits Menschen ihre Häuser für immer verlassen. Die Alpendörfer leben vom Wintertourismus und bangen um ihre Existenz. Wenn die Prognosen der Wissenschaftler eintreten, gibt es 2050 nur noch über 2000 Meter genug Schnee. Das würde für viele Skiort das Aus bedeuten. Auch ist der Wassermangel in manchen Region schon ein Problem. Die Landewirt nutzten über Jahrhunderte das Schmelzwasser zum bewässern, aber das bleibe immer mehr aus.

Und doch betreiben die Menschen weiter Raubbau an Eis und Schnee – aus Liebe zu den Bergen und zum Wintersport. Ein halbes Jahr haben die Autoren die Alpen beobachtet, von Slowenien bis in die Schweiz – eine Abschiedsreise zu den Gletschern. (Quelle: ARD)

Der Film kann auch in der ARD-Mediatheke angesehen werden...

Eine sehr interssante Web-Doku mit Infos zu Gletschern weltweit, gibt es auch noch unter reportage.daserste.de/alpendaemmerung

 

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