Klimawandel lässt Bergspitzen aufblühen

Die Alpen erblühen: "Die Zahl der Pflanzenarten auf Europas Bergspitzen steigen", meldet jetzt Spiegel-Online mit einem Bericht über die Forschungen eines Teams um Manuel Steinbauer von der Universität Erlangen-Nürnberg sowie Sonja Wipf vom Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos.

Dem Klimawandel sei Dank: Die Wissenschaftler beschreiben im Fachblatt Nature, wie die "Artenvielfalt auf Berggipfeln in ganz Europa ansteigt". Immer rascher sogar. "Immer mehr Arten ist es möglich, aus tieferen Lagen in höhere Regionen vorzudringen", zitiert der Spiegel Manuel Steinbauer. Laut seiner Studie ist die Artenvielfalt auf europäischen Gipfeln seit zehn Jahren inzwischen bereits fünfmal so hoch wie in den vergangenen 50 Jahren.

 

Ambivalenz des Klimawandels

 

Bislang konnten allenfalls Agraringenieure in Sibirien der Erderwärmung solch positive Seiten abgewinnen. Sie spekulieren darauf, die auftauenden Permafrostböden der Tundra möglichst bald auch landwirtschaftlich nutzen zu können und damit die Anbauflächen für die Nahrungsproduktion der Zukunft deutlich auszuweiten. Allerdings übersehen sie, dass beim Auftauen auch das im Eis gebunkerte Methan entweicht. Es heizt den Klimawandel als potenter Klimakiller zusätzlich an. Die Situation verschärft sich damit nur noch mehr.

Was es bedeutet, in einem sich erwärmenden Klima auch in Höhen jenseits von 2.500 oder gar 3.000 Meter über dem Meeresniveau durch grüne Wälder zu wandern, können naturbegeisterte Bergtouristen schon heute etwa in Äthiopien miterleben. Südlich der sich - durch den Klimawandel ebenfalls ausdehnenden - Sahara sieht die Umgebung anders aus als wir Europäer sie kennen. Schroff sind die Hänge dort ebenso wie in den heimischen Bergen - aber bis hinauf in die Höhe sind die Felsen im Nationalpark der Simeon Mountains in Äthiopien immer noch grün!

Wo Europäer grauen Fels oder Schnee erwarten, wachsen Büsche und ganze Wälder. Die Matten sind mit Gras bewachsen, wo in Europa allenfalls Geröll zu finden wäre.

Das biete nicht nur Pflanzenarten Lebensräume. Tiere weiten ihre Refugium in diese dann durchaus einladenden Regionen aus. Auf den Höhen Äthiopiens tummeln sich Paviane, Springböcke oder Wildschweine - für Touristen, die das Land bereisen sind die Berge also nicht nur eine beeindruckende Landschaft. Sie offerieren auch unvergessliche Begegnungen. Für Fotoenthusiasten und Tierbeobachter bietet Äthiopiens Nationalpark in den Simeon Mountains (global°-Bildgalerie) damit ein spannendes Erlebnis - und einen Vorgeschmack auf eine sich verändernde Welt im Zuge des Klimawandels.

 

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    Enkidu Gilgamesh
    07-04-18 23:12:
    Das ist das Ergebnis der Klimakontrolle!

    Äthiopien bekommt einen Teil der Strömung ab, die vornehmlich in Richtung Arabien geleitet wird.

    Zum Einstieg in das Thema bitte hier lesen:

    Wasserarmut und Wasserreichtum!
    http://geoarchitektur.blogspot.com/p/wassermangel.html
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    Enkidu Gilgamesh
    07-04-18 23:12:
    Das ist das Ergebnis der Klimakontrolle!

    Äthiopien bekommt einen Teil der Strömung ab, die vornehmlich in Richtung Arabien geleitet wird.

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