CO2-Emissionen klettern um 2 Prozent

CO2-Emissionen klettern um 2 Prozent
Foto: MAlte Reimold/Pixabay CC/PublicDomain

CO2-Emissionen klettern um 2 Prozent

Zwei Prozent Plus: Trotz noch immer anhaltender Corona-Lage stiegen die CO2-Emissionen in Deutschland im 1. Quartal des Jahres 2021 gegenüber dem Vorjahr an! Das ermittelte Agora Energiewende. Der Grund: „ein höherer Kohle- und Erdgasverbrauch“. Verantwortlich dafür sind laut Agora der Rückgang der Windstromerzeugung auf den langjährigen Durchschnitt sowie ein gleichzeitiger höherer Heizbedarf

Der höhere Primärenergieverbrauch von Braunkohle (+26 Prozent) und Steinkohle (+9 Prozent) als auch von Erdgas (+11 Prozent) sorgten damit für einen Anstieg bei den energiebedingten CO2-Emissionen um 3 Millionen Tonnen auf 169 Millionen Tonnen CO2, so die Energieexperten.

Gedämpft wurde dieser Zuwachs durch die bestehenden Corona-Maßnahmen. Sie führen zu geringerer Mobilität und damit zu einem niedrigeren Verbrauch von mineralölbasierten Kraftstoffen (Benzin, Diesel und Kerosin). Hinzu kamen Vorzieh-Effekte bei der Beschaffung von Heizöl aufgrund niedriger Ölpreise im Jahr 2020. In der Folge lag der Mineralölverbrauch im ersten Quartal 2021 um 19 Prozent niedriger als im ersten Quartal 2020.

Weniger Wind, aber höherer Heizbedarf

Ohne Berücksichtigung dieser Sondereffekte wären die CO2-Emissionen sogar um 10 Prozent auf dann 183 Millionen Tonnen CO2 gestiegen.

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„Im Vergleich zum 1. Quartal 2020, als insbesondere im Februar zahlreiche Stürme für viel Windstrom sorgten, sank die Windstromerzeugung 2021 wieder auf ein durchschnittliches Niveau “, beschreibt Agora die Lage. Insgesamt lag die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien von Januar bis Ende März 2021 um 23 Prozent niedriger als im Vorjahresquartal. In der Folge wurde – trotz aktuell hoher CO2-Preise – wieder mehr Strom in Braunkohle- (+31 Prozent), Steinkohle- (+17 Prozent) und Erdgaskraftwerke (+15 Prozent) erzeugt.

Im 1. Quartal 2021 normalisierten sich zudem die Temperaturen und damit auch der Heizbedarf im Vergleich zum überdurchschnittlich warmen Vorjahresquartal, was sich insbesondere in einem gestiegenen Erdgasverbrauch bemerkbar machte.

Vorzieheffekt beim Heizölkauf durch Corona bedingten Preisverfall

Überraschend sei, so schreibt Agora, dass der Heizölverbrauch trotz der veränderten Wetterverhältnisse niedriger lag als im Vorjahresquartal. Hauptgrund sei, dass es aufgrund der niedrigen Mineralölpreise im Zuge der Corona-Krise und der Einführung des CO2-Preises auf Brennstoffe zu erheblichen Vorzieheffekten auch bei der Beschaffung von Heizöl kam. Es handele sich somit um einen statistischen Effekt.

Real abgemildert wurde der Anstieg der CO2-Emissionen – neben dem statistischen Effekt eines geringeren Heizölverbrauchs – durch einen insgesamt deutlich niedrigeren Verbrauch von Kraftstoffen (Benzin, Diesel und Kerosin). Diese wurden aufgrund der eingeschränkten Mobilität im Zuge der Corona-Maßnahmen sowie aufgrund des niedrigeren Wirtschaftswachstums deutlich weniger als im Vorjahr nachgefragt.

red

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