Deutschlands Alpen wachsen mit Wäldern zu

Deutschlands Alpen wachsen mit Wäldern zu
Foto: Pixabay CC0

Deutschlands Alpen wachsen mit Wäldern zu

ntv: Noch in diesem Jahrhundert wird nach Einschätzung von Wissenschaftlern ein Großteil der Berge zwischen Berchtesgaden und Oberstdorf mit Bäumen bewachsen sein – eine Folge des Klimawandels, der sich in den Alpen schon jetzt viel stärker bemerkbar macht als im Rest von Deutschland. Ein Forschungsprojekt, das auf die Mithilfe von Wanderern setzt, zeigt düstere Aussichten. „Die Berge wachsen zu. Die schönen Landschaften oberhalb der Waldgrenze, wo wir einen tollen Blick haben und die Kühe friedlich grasen, das wächst alles zu“, sagt Jörg Ewald von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf zu den vorläufigen Ergebnissen des Mitmach-Projekts „Baumgrenzen erkunden“. Dabei werden Bergliebhaber aufgefordert, bei ihren Touren auf die höchstgelegenen Exemplare von 23 Baumarten zu achten. Entdecken sie einen für einen Höhenrekord infrage kommenden Baum, wird der Standort samt GPS-Koordinaten und Foto in einer App gespeichert.

Die Daten der Wanderer werden auf der Internetseite baysics.de nämlich in anschauliche Karten übertragen – anzusehen im „Portal“. Einen Mausklick weiter finden sich im „NatureExplorer“ auch Projektionen für die Zukunft. 

1854 wurden die höchstgelegenen Exemplare im Auftrag des bayerischen Königs Maximilian II. schon einmal erfasst – just zu jener Zeit, die heute als Referenz für vorindustrielle Klimabedingungen gilt. Und schon damals wurde auf der Wetterwarte auf dem oberbayerischen Hohen Peißenberg täglich die Temperatur gemessen. „Seither hat die Temperatur in den Alpen schon um zwei Grad zugenommen“, erläutert Ewald. Die Stechpalme etwa, die 1854 ihren höchsten Standort auf 907 Metern hatte, findet sich heute bereits auf 1300 Metern – und hat sich damit um genau jene 400 Höhenmeter nach oben ausgebreitet, die wegen der höheren Durchschnittstemperatur zu erwarten gewesen wären. Weiterlesen…

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