Dramatischer Eis-Verlust auf der Erde

Dramatischer Eis-Verlust auf der Erde

Dramatischer Eis-Verlust auf der Erde

Die Zahl ist kaum zu fassen: 28 Billionen Tonnen Eis schmolzen zwischen 1994 und 2017 auf der Erde durch den aktuellen und akuten Klimawandel. Das ist ein 100 Meter mächtiger Eisblock vom Ausmaß der Fläche ganz Großbritanniens!

Das berichtet jetzt die Europäische Weltraumbehörde ESA in einem aktuellen Bericht.

Unter der Leitung von Wissenschaftlern der Universität im englischen Leeds wertete dafür ein Team von Fachleuten die Daten der drei ESA-Satelliten ERS, Envisat und CryoSat sowie der beiden Copernicus-Missionen Sentinel-1 und Sentinel-2 aus. Die beobachten seit Jahren die Erde aus dem All und zeinenen Veränderungen genau auf. Deren wichtigste Erkenntnis: In den drei Dekaden ihrer gemeinsamen Forschung hat sich die Geschwindigkeit des Eisverlustes rapide gesteigert: von o,8 auf 1,3 Billionen Tonnen pro Jahr.

Jährlich schmilzt ein Eisberg größer als der Mount Everest

Zur Verdeutlichung: Jede Billion Tonnen Eis ist ein Block von etwa 10 mal 10 mal 10 Kilometern Kantenlänge. Der jährlich abschmelzende Eisberg ist also höher und größer als die Masse des Mount Everest im Himalaya, der höchsten Erhebung auf dem Planeten.

Die Eisschmelze des zurückliegenden knappen Vierteljahrhunderts hat nasch diesen Messungen um satte 65 Prozent zugenommen, sagt der Teamleiter der Forscher, Thomas Slater vom Leeds’ Centre for Polar Observation and Modelling: „Obwohl wir das Abschmelzen der Eisschilde überall auf dem Globus registrieren, können wir die Schwerpunkte eindeutig auf Grönland und in der Antarktis ausmachen.“

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Die Untersuchung war die weltweit bislang größte ihrer Art. Sie bezog rund 215.000 Berggletscher sowie die beiden polaren Eiskappen ein. Angetrieben ist der Eisverlust der Erde durch die Erwärmung der Atmosphäre, erklärt Thomas Slater. Diese betrug in den Jahrzehnten seit 1980 zwischen 0,12 und 0,26 Grad Celsius.

Auch Gebirgsgletscher stark am Eisverlust begteiligt

Auch wenn, wie Isobel Lawrence vom Centre for Polar Observation and Modelling sagt, das Abschmelzen des Meereis‘ sich nicht direkt auf den Anstieg der Ozeanpegel auswirke, so habe dies doch einen nicht zu vernachlässigenden Effekt. Denn die kleiner werdende Eisfläche reflektiere dann weniger Sonnenwärme zurück ins Weltall und das dunklere Wasser nehme im Gegenzug mehr Energie aus dem All auf, was zur Ausdehnung des Wassers und zum Anstieg der Meeresspiegel führe.

Obwohl sie nur etwa 1 Prozent der ganzen Eismasse des Planeten ausmachen, trug doch das Abschmelzen der Gletscher im Gebirge zu einem Viertel am Eisrückgang bei, sagen die Wissenschaftler.

pit

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