Dran bleiben! Jetzt!

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Dran bleiben! Jetzt!

In der Tat: Die COP 26 in Glasgow hat wieder einmal und nur ein eher „diplomatisches“ Ergebnis erzielt: Der kleinste gemeinsame Nenner ist Grundlage für den gefundenen Kompromiss nach zwei Verhandlungswochen.

Wenigstens bleibt die Weltgemeinschaft auf dem 1,5 Grad Pfad. Immerhin – wenn auch mit Tippel-Schritten.

BMU trotz allem optimistisch

Viele zuvor optimistisch debattierte Formulierungen wie ein möglicher weltweiter Kohleausstieg finden sich im Schlussdokument lediglich abgeschwächt wieder. Und doch zieht das deutsche Umweltministerium eine eher doch positive Bilanz – Motto: Hauptsache kein Desaster in Schottland!

Das hätte die Welt tatsächlich näher an den Abgrund getrieben.

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Dennoch: All jene, die sich Besseres und mehr wünschten, bleiben – zunächst wohl – enttäuscht auf der Strecke. Vor allem die jungen Aktiven, die seit Jahren ihren Protest auf die Straße tragen, weil sie schnelleres Handeln statt der – allzu vielen wohlfeilen – Worte – anmahnen, werden enttäuscht sein. Zurecht!

Schließlich hatten sie das Richtige gefordert, waren darin von kompetenter Seite unterstützt worden. Und doch müssen sie jetzt erkennen, dass die Mühlen der Politik viel langsamer mahlen. Manche sagen: zu langsam – und sie werden hoffentlich nicht recht behalten, sagt ein noch immer an Hoffnung glaubender Kommentator.

Macht weiter und radikalisiert euch nicht!

Der hofft auch, diezuletzt – auch – erkennbaren Tendenzen zu mehr Radikalität in dieser Bewegung, keine Mehrheit finden. Sie würde zerstören,was bislang aufgebaut und was auch erreicht worden ist. Ohne die Bewegung wären auch die mageren Beschlüsse einer Weltklimakonferenz kaum möglich gewesen. Das ist der Erfolg der – meist jungen – Demonstranten, die Greta Thunbergs Vorbild folgten und beharrlich für ihre Sache eintreten.

Das müssen sie auch weiter machen. Dabei bleiben: Auch wenn Diplomatie, die einer COP die Spielregeln vorgibt, manchmal noch unverständlich und vor allem viel zu bremsend erscheint, wo Vollgas das angemessene Tempo wäre.

Gerd Pfitzenmaier

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