DUH-Kritik am neuen Gebäudeenergiegesetz

DUH-Kritik am neuen Gebäudeenergiegesetz
Foto: PixabayCC/PublicDomain

DUH-Kritik am neuen Gebäudeenergiegesetz

„Ich bin fassungslos.“ Bei Barbara Metz löst die aktuelle Neufassung der Bundesregierung für das Gebäudeenergiegesetzes (GEG) „Entsetzen aus“. Für die Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe (DUH) vergibt die Ampel-Regierung „leichtfertig die Chance, Verbraucherinnen und Verbraucher selbst in neuen Gebäuden vor steigenden Energiekosten zu schützen“. Metz: „Obwohl die Klimaziele im Gebäudesektor das zweite Jahr in Folge gerissen werden, ist von der angekündigten Anhebung des Neubau-Standards nicht viel Wirksames für den Klimaschutz übriggeblieben.“

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Der Grund für derlei Ärger: Etwa 35 Prozent des Endenergieverbrauchs und etwa 30 Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen fallen laut dem Umweltverband im Gebäudebereich an. Das schreibt er in einer Pressemeldung. Bis 2030 müssten, so die DUH, die CO2-Emissionen im Gebäudesektor gemäß Klimaschutzgesetz der Bundesregierung von 115 Millionen Tonnen (Stand 2021) auf 67 Millionen Tonnen sinken. Damit müssten, schreibt der Verband weiter, „noch knapp 50 Millionen Tonnen CO2 in Gebäuden eingespart werden“. Metz beurteilt die regierungsvorlage aber kritisch: „Das Gebäudeenergiegesetz leistet in der aktuellen Fassung keinen nennenswerten Beitrag für die notwendigen CO2-Reduktionen.“

„Entwurf zeigt: Regierung nicht bereit Verbraucherinnen und Verbrauche zu schützen“

Wegen der langen Investitionszyklen müssten heute errichtete Gebäude bereits den Klimazielen für 2045 entsprechen, glaubt der Umweltverband. Sonst müsste zeitnah noch einmal saniert werden, was unnötige Mehrkosten und Ressourcenverbrauch verursache. Aber: Die aktuelle GEG-Überarbeitung sieht keine Erhöhung der Hüllenanforderungen vor und schreibt damit einen viel zu geringen energetischen Standard fort“, kommentiert Metz.

„Entgegen der öffentlichen Lippenbekenntnisse zeigt der vorliegende Gesetzesentwurf schwarz auf weiß, dass diese Regierung nicht bereit ist, auch nur kleinste Schritte zu machen, um Verbraucherinnen und Verbraucher vor explodierenden Energiepreisen zu schützen“, kritisiert Barbara Metz. Daraus folgert sie: „Offenbar haben die Regierungsparteien nicht verstanden, dass nur mit der Reduktion des Energieverbrauchs das Problem an der Wurzel gepackt wird.“

pit

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