Essbare Inseln erobern die Stadt

Essbare Inseln erobern die Stadt
Screenshot: n-tv.de

Essbare Inseln erobern die Stadt

ntv: Immer mehr Städter haben Freude daran, mit den Händen in der Erde zu wühlen, Unkraut zu jäten, zu sehen, wie aus Samen Pflanzen werden und am Ende selbst angebautes Gemüse auf dem Teller liegt. Die Corona-Pandemie hat den Trend noch verstärkt und es gibt die unterschiedlichsten Konzepte. In vielen Metropolen entstehen außerdem gemeinschaftlich genutzte Stadtgärten, in denen Radieschen sprießen und Kürbisse gedeihen. So auch in Frankfurt.

cover urban farming

Juliane Ranck, Laura Setzer
Urban Farming
Gemüse anbauen, gemeinschaftlich gärtnern, Ernährungssouveränität schaffen
Löwenzahn Verlag
ISBN 978-3-7066-2687-3
280 Seiten
24,90 Euro

Dort hat Juliane Ranck zusammen mit ihrer Frau Laura Setzer die „GemüseheldInnen“ gegründet. „Wir sind auf die Idee gekommen, weil wir aktiv etwas gegen die Klimakrise tun wollten“, erzählt Ranck ntv.de.

Also haben wir überlegt, was wir in unserer Stadt ganz konkret machen können und sind schnell auf das Thema Ernährung gekommen, die ja einen sehr großen Anteil am globalen CO2-Ausstoß hat. Da wollten wir ansetzen.“

Ihre Gärten bezeichnen Ranck und ihre MitstreiterInnen als „Permakulturinseln“, da sie nach dem Prinzip der Permakultur angelegt sind. Das bedeutet, dass man sich anschaut, wie natürliche Ökosysteme funktionieren und dann versucht, sie innerhalb eines Gartens für dessen ganz speziellen Standort umzusetzen. Da die Pflanzen auf den Beeten dicht an dicht stehen, kann schon auf kleinen Flächen sehr produktiv angebaut werden. Zudem wird auf Kunstdünger verzichtet und ausschließlich mit der Hand gearbeitet. Weiterlesen…

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2010 hatte es noch etwas von „Guerilla Gardening“, als in der Altstadt von Andernach am Rhein Grünkohl in die städtischen Gärten gepflanzt wurde. Der Erfolg sprach für sich und Andernach wurde die „Erste essbare Stadt“ Deutschlands, in den Folgejahren mehrfach ausgezeichnet. Die Idee dazu stammt von der Gartenbauingenieurin Heike Boomgaarden und Andernachs Stadtökologe Lutz Kosack. Heike Boomgaarden erklärte das Konzept der Bürgergärten mit dem Wunsch, die Stadt ökologisch aufzuwerten und das direkte Wohnumfeld der Leute zu ihrem Lebensmittelpunkt zu machen. Sie brachte dazu Lebensmittel wie Obst, Gemüse und seltene Kräuter zurück in die Stadt.

red

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