Frankreich: Geld für Radfahrer statt Autos

Frankreich: Geld für Radfahrer statt Autos
Foto: Pixabay CC/PulicDomain/H. Landsrath

Frankreich: Geld für Radfahrer statt Autos

Hilfen für Radler: Während in Berlin, Politik und Automobilindustrie im Kanzleramt über neue Absatzhilfen debattieren, setzt Frankreichs Umweltministerin Élisabeth Borne ein deutlicheres Zeichen für den Klimaschutz. Laut einem Bericht des Portals Tech&Nature (T&N) plant sie nach der Corona-Krise Fahrradreparaturen mit je 50 Euro zu fördern.

Hintergrund sei, so das Portal, die Angst, dass nach den Lockerungen der Pandemie-bedingten Einschränkungen, viele Franzosen nicht mehr wie vorher mit Bussen und Bahnen zur Arbeit fahren wollten, weil sie dort mit möglichen Infektionen rechneten. Um den Umstieg ins eigene Auto zu und damit eine wieder stark steigende Luftbelastung zu verhindern, sollen die ohnehin vom Fahrrad begeisterten Franzosen im Sattel zum Büro oder Einkaufen strampeln. Um die Drahtesel dafür fit zu rüsten, greift der Staat in die Tasche: 20 Millionen Euro sollen helfen, die nötigen Reparaturen zu fördern.

50 Euro für jede Fahrrad-Reparatur in Frankreich

„Für eine Reparatur ist eine Förderung von bis zu 50 Euro möglich, die direkt an die Werkstatt ausbezahlt wird, nachdem die Leistung erbracht wurde“, schreibt dazu T&N. Das Geld sollen 3.000 registrierte Werkstätten bekommen, die an der Aktion teilnehmen.

Zusätzlich sollen, schreibt T&N, weitere Maßnahmen wie temporäre Fahrrad-Parkplätze oder Kursangebote entstehen Noch sei allerdings nicht ganz ausgemacht, ab wann die neuen Maßnahmen gelten. Der aktuelle Lockdown soll in Frankreich am 11. Mai enden.

Élisabeth Borne kündigte zudem an, mit einem 300-Millionen-Euro-Paket dafür zu sorgen, dass in Städten mehr Radwege anzulegen. So will die Ministerin Autoverkehr auf Kurzstrecken unnötig machen.

pit

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