Für Klimaziele müssen Gebiete Indigener geschützt werden

Für Klimaziele müssen Gebiete Indigener geschützt werden
Spektrum: Der Schutz von Wäldern in Gebieten indigener Gemeinschaften ist Forschern zufolge für manche Länder unumgänglich zum Erreichen ihrer Klimaziele. Ein am 31. März 2022 veröffentlichter Bericht der Organisationen World Resources Institute und Climate Focus befasst sich mit der Situation der Wälder – darunter der Amazonas-Regenwald – in den lateinamerikanischen Staaten Brasilien, Kolumbien, Peru und Mexiko. Die Ergebnisse gälten aber auch für andere waldreiche Länder mit bedeutenden indigenen Bevölkerungsanteilen, hieß es.
Die Flächen in den vier untersuchten Ländern sind für etwa ein Drittel der Kohlenstoffbindung verantwortlich, die diese im Rahmen des Pariser Klimaabkommens bis zum Jahr 2030 zugesagt haben. Die Gebiete seien jedoch ständigen Eingriffen durch Viehzüchter, Holzfäller und Bergleute ausgesetzt. Die Regierungen müssten daher Rechenschaft über die Flächen ablegen und sie schützen, heißt es in der Studie, für die Daten aus den vergangenen zwei Jahrzehnten ausgewertet wurden. Andernfalls seien die Klimaziele nur noch durch drastische Maßnahmen zu erreichen – in Brasilien und Kolumbien etwa müssten 80 Prozent der zirkulierenden Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen werden. Weiterlesen…


