Greenpeace feiert 50. Geburtstag in Stralsund

Greenpeace feiert 50. Geburtstag in Stralsund
Screenshot: ndr.de

Greenpeace feiert 50. Geburtstag in Stralsund

ndr.de: Die Umweltorganisation Greenpeace hat in Stralsund ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Die Stiftung Deutsches Meeresmuseum kooperiert seit Jahren mit Greenpeace. Die spektakulären Aktionen der Umweltschützer sorgen für viel Aufsehen, aber auch viel Kritik.

Am 15. September 1971 schlossen sich Pazifisten und Atomkraftgegner zusammen, um mit einem umgebauten Fischkutter vor Alaska einen Atomtest zu verhindern. Aus dieser Aktion ist in den vergangenen Jahrzehnten eine der weltweit größten Umweltorganisationen entstanden – Greenpeace. Am Montag feierte sie im Ozeaneum des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund (Landkreis Vorpommern-Rügen) ihr 50-jähriges Jubiläum. Greenpeace habe den weltweiten Umweltschutz in den vergangenen 50 Jahren entscheidend mit geprägt, sagte Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland. „Doch nach einem halben Jahrhundert, mit weltweit tausenden von Einsätzen, ist unsere Mission, die Lebensgrundlagen auf der Erde zu bewahren, noch nicht vollbracht“. Im Gegenteil seien Klimakrise und Artensterben „so alarmierend, dass Greenpeace mehr denn je gebraucht wird“.

Zu dem Jubiläum war unter anderem eine Festrede von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geplant. Auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und der neue wissenschaftliche Direktor des Ozeaneums, Prof. Burkard Baschek, nahmen an der Feier teil. Schwesig würdigte die Arbeit der Umweltorganisation: „Greenpeace hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Notwendigkeit, unsere Lebensgrundlagen zu schützen, im Bewusstsein der Menschen angekommen ist.“

„Dass die Bundeskanzlerin von Deutschland heute hier die Festrede hält, ist für uns eine große Ehre“, sagte der Greenpeace-Deutschland-Chef bei NDR MV Live am Montagnachmittag. Kaiser sieht Greenpeace in Zeiten von Erderwärmung und Klimawandel als Teil einer großen Bewegung, die noch größer werden müsse. Angst davor, dass Bewegungen wie Fridays for future Greenpeace den Rang abläuft, hat Kaiser nicht: „Vor 20 Jahren, wenn wir zusammen saßen, haben wir immer davon geträumt, zu sagen, wir brauchen eine große gesellschaftliche Bewegung, die Veränderung in der Gesellschaft bewirkt. Um so mehr haben wir uns gefreut, dass die Fridays-for-future-Bewegung, die junge Generation, gesagt hat, dass was heute passiert, verspielt unsere Freiheit in der Zukunft.“ Die Klima- und Artenkrise sei eine Herausforderung für alle, er sehe Greenpeace als Teil einer großen Bewegung.

Die Stiftung Deutsches Meeresmuseum und die Umweltorganisation arbeiten schon seit Jahren zusammen. Gemeinsam mit dem Ozeaneum haben sie beispielsweise die Ausstellung „1:1 Riesen der Meere“ ins Leben gerufen. Die lebensgroßen Wale, Kalamare und Rochen, die mit sanftem, blauem Licht angestrahlt werden, sind die Publikumsmagnete im Ozeaneum. Die Ausstellung in der 20 Meter hohen Halle geht über vier Etagen. Aufgrund der Veranstaltung ist sie aber für einen Tag geschlossen… weiterlesen

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