Grönland-Eisschmelze: An einem Tag Florida unter Wasser setzen

Grönland-Eisschmelze: An einem Tag Florida unter Wasser setzen
Screenshot: stern.de

Grönland-Eisschmelze: An einem Tag Florida unter Wasser setzen

stern.de: Alarmierende Nachrichten aus Grönland. Dort hat sich in dieser Woche eine der stärksten bisher beobachteten Eisschmelzen ereignet. Der Osten der Aktis-Insel war von der Nord- bis zur Südspitze nahezu eisfrei.

Wie soll man die Klimaskrise begreifbar machen? Vergleichsgrößen helfen da oft weiter. Mit einem solchen Vergleich lässt nun die Welt-Wetter-Organisation (WMO) aufhorchen. Fußend auf Erkenntnissen dänischer Arktisforschungsinstitute ist das Grönland-Eis an einem einzigen Tag so stark abgeschmolzen, dass man die Fläche des US-Bundesstaates Florida komplett fünf Zentimeter unter Wasser setzen könnte. Wissenschaftlich ausgedrückt ist das ein Verlust von Oberflächenmasse von 8,5 Milliarden Tonnen. Ereignet hat sich die Superschmelze am Dienstag dieser Woche.

Starke Eisschmelze auf der zu Dänemark zählenden Großinsel in der Arktis ist besonders alarmierend, da über Landmassen geschmolzenes und ins Meer fließendes Eis den Meeresspiegel ansteigend lässt. Nach Angaben der WMO ist die aktuell beobachtete Schmelze in Gigatonnen gemessen nicht einmal die bisher stärkste, die habe sich 2019 ereignet. Doch das Areal der Eisschmelze ist den Angaben größer als im Rekordjahr.

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Es ist das dritte Mal, dass eine solch starke Eisschmelze innerhalb des letzten Jahrzehnts beobachtet wurde, heißt es weiter. Insgesamt habe Grönland im Laufe der Woche bisher 18,4 Milliarden Tonnen Oberflächenmasse verloren – mit dem Dienstag als Höhepunkt. „Das ist eine bedeutende Schmelze“, stellte Ted Scambos vom National Snow and Ice Data Center der Universität von Colorado gegenüber dem Nachrichtensender CNN fest. Die Folge, so Scambos: „Am 27. Juli war der größte Teil der östlichen Hälfte Grönlands von der Nordspitze bis zur Südspitze grötenteils geschmolzen, was ungewöhnlich ist.“

Obwohl es sich nicht um ein Rekordereignis handele, sei das Ausmaß solcher Ereignisse ein klarer Hinweis auf den Klimawandel, so Scambos weiter. „Insgesamt sehen wir, dass Grönland häufiger schmilzt“, zitiert CNN den Wissenschaftler. Die Erderwärmung erzeuge häufiger Schmelzperioden auf der Arktis-Insel. In früheren Jahrzehnten oder Jahrhunderten sei es äußerst selten dazu gekommen, dass die Temperaturen auf den Gipfeln Grönlands über den Gefrierpunkt gestiegen seien… weiterlesen

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