Index zeigt: „Klimaschutz in Entwicklungsziele integrieren“

Index zeigt: „Klimaschutz in Entwicklungsziele integrieren“
Foto: Wikimedia CC

Index: Klimaschutz in Entwicklungsziele integrieren

Der neue Klimaschutz- und Entwicklungs-Idex (DCI) setzt Deutschland unter 55 betrachteten Ländern der Erde lediglich auf einen mageren 10. Rang: Wissenschaftler der kanadischen Universität Waterloo sowie um Ortwin Renn vom Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) und Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) entwickelten den Maßstab gemeinsam. Sie liefern damit eine Richtschnur, die Entscheidungsträgern eine Anleitung an die Hand gibt, um die zentralen miteinander konkurrierenden politischen und sozialen Ziele einschließlich eines wirksamen Klimaschutzes in Einklang zu bringen.

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Hintergrund und Motivation für den neuen Index war, sagen die Forscher, die Erfahrung der Pandemie. Sie habe enormen Druck auf die Staatshaushalte ausgeübt, denn globale Entscheidungsträger mussten ein Gleichgewicht zwischen Gesundheit, wirtschaftlichen Zielen und ökologischer Nachhaltigkeit gewährleisten. „Zugleich ist unser kollektives Gefühl von Sicherheit und Wohlbefinden stark erschüttert worden“, argumentieren sie in ihrer Arbeit „Balancing Health, Economy and Climate Risk in a Multi-Crisis“, die sie i Fachblatt Energies als Teil der Sonderausgabe „COVID-19 Crisis Implications on the Energy Sector and on the Environment“ publizierten.

Index kombiniert Gesundheit, Wirtschaftsleistung und Klimabedrohung

„Unser Ansatz balanciert Gesundheit und Sicherheit, wirtschaftliche Leistung und die Klimabedrohung durch einen Index, der die Ziele der menschlichen Entwicklung und die Leistung im Hinblick auf den Klimawandel kombiniert“, erklärt Prof. Ortwin Renn die Idee in einer Pressemeldung zur Studie. Die Wissenschaftler leiteten den DCI aus zwei standardisierten Indizes ab: dem Entwicklungsindex H und dem Klimawandel-Leistungsindex CCPI. DCI dient damit als statistisches Maß für das Leistungsniveau, das erforderlich ist, um eine enkeltaugliche Entwicklung mit dem globalen Treibhausgas-Emissionsprofil aus- und abzugleichen.

Deutschland verfehlt einen guten Platz im DCI-Ranking

In ihrer Studie untersuchten die Wisenschaftler nach dieser Methode die Daten von 55 Ländern. Die Einwohner repräsentieren 65 Prozent der Weltbevölkerung. „Der DCI zeigt, welche Länder deutlich besser oder schlechter abschneiden als der Rest, wenn Entwicklung und Klimawandelperformance zusammen betrachtet werden“, schreiben die Wissenschaftler. Schweden führt das Ranking an. Die Schweiz und Norwegen kommen auf die Plätze, während Deutschland ledoglich auf Rang 10 der Liste mit 55 Ländern rangiert. Schlusslicht bildet Saudi Arabien.

Ortwin Renn zieht das Fazit: „Wenn die Verbesserung des Klimas als integraler Bestandteil der Erfüllung menschlicher Entwicklungsziele gesehen wird, dann kann auch das ökologische, soziale und wirtschaftliche Wohlergehen eines Landes verfolgt und überwacht werden.“

pit

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