Stachlige Wintergäste: Igel nicht ins Warme

Foto: congerdesign / Pixabay CC0

Guter Wille allein genügt nicht: „Nicht jeder Igel braucht Hilfe - und jede Hilfe muss richtig sein“, redet jetzt in einer Pressemeldung der Verein Pro Igel allen Hilfsbereiten Freunden der kleinen Stacheltiere ins Gewissen. Denn: Die kleinen Gartenfreunde entzücken jeden Tierfreund – sie „verführen jedoch oft zu falschem Handeln“. Ihr Experten-Tipp: Einsammeln und im warmen Haus überwintern, ist nur selten die richtige Entscheidung. Naturnahe Gartengestaltung und abendliche Zufütterung in der nahrungsarmen Jahreszeit nützt den Igeln besonders und greift am wenigsten in ihr Leben ein.

Die Igel-Spezialisten von Pro Igel weiter: „Nur verletzte, kranke und hilflose Tiere dürfen im Einklang mit dem Gesetz ins Haus genommen werden.“ Dazu, so sagen die Tierschützer, zählten auch Jungtiere, die im November noch deutlich unter 500 Gramm wiegen. „Soviel sollte ein in diesem Jahr geborener Igel wenigstens auf die Waage bringen, um den ersten Winterschlaf aus eigener Kraft zu überstehen.“

Igel darf auch der größte Tierfreund nur in Obhut nehmen, wenn er sie sachgemäß pflegt und wenn sie tatsächlich hilfsbedürftig sind. Nächste Regel: „Die Igel sind baldmöglichst wieder in die Natur zu entlassen.“ Das bedeutet fast immer Auswilderung erst nach dem Winter.

Jeder mitleidige Tierfreund muss sich aber sachkundig machen, was in der Zeit der Igelpflege von der ersten Unterbringung im Warmen, der richtigen Ernährung mit Rührei, Hackfleisch und Katzenfutter bis hin zum Winterschlaf im Kalten alles zu tun ist. Oft muss der Pflegling auch durch einen igelkundigen Tierarzt oder eine Igelstation medizinisch versorgt werden.

Pro Igel hat dafür eine Hotline eingerichtet. Die Nummer und weitere Tipps zur stachligen Pflege gibt es hier.

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